Neues Volksblatt: "Profiteure" (von Herbert Schicho)

Ausgabe vom 17. September 2015

Linz (OTS) - Man sei gar nicht monothematisch, sondern in vielen Politikfeldern aktiv, sagte der blaue Statthalter in Oberösterreich. Um im nächsten Atemzug sich gleich selbst zu widerlegen. Selbst zum Thema "Umbruch in Gesellschaft und Medizin erfordert einen Systemwandel im Gesundheitsbereich" schafft Haimbuchner sofort einen Bezug zum blauen Wahlkampf-Mantra. Diese "Völkerwanderung" bringe nämlich auch Krankheiten mit sich, hier wolle er für die Gefahren durch solche Infektionskrankheiten sensibilisieren, Tuberkulose gebe es bereits in Europa. In Wahrheit ist das Klischee aber eh schon bekannt: Wie damals drohe auch heute Pest und Cholera durch die Horden aus dem Osten. War es im letzten Wahlkampf noch die Türkenbelagerung, die Strache und seine blauen Recken als Schreckgespenst an die Wand malten, ziehen sie nun also Parallelen zum Untergang der Antike. Und das Kalkül ist auch klar: Die FPÖ schürt zuerst die Angst, in der Hoffnung, als Retter der Heimat gerufen zu werden. Bei dieser Angstmache zieht man offensichtlich selbst die archaischsten Register.
Es ist übrigens kein Wunder, dass die FPÖ sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene jegliche Lösungen torpediert und schlechtredet. Man könnte fast unterstellen, dies sei Absicht. Denn irgendwie profitieren derzeit eigentlich nur zwei Gruppen von den Flüchtlingselend: Skrupellose Schlepper und wahlkämpfende Blaue.

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