• 14.09.2015, 12:10:35
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Erste internationale Frauenkonferenz von IndustriALL

300 Gewerkschafterinnen aus über 60 Ländern beraten in Wien

Utl.: 300 Gewerkschafterinnen aus über 60 Ländern beraten in Wien =

Wien (OTS) - Etwa 300 Gewerkschafterinnen aus über 60 Ländern kommen
in Wien zur ersten internationalen Frauenkonferenz von IndustriALL
Global Union zusammen. Diese erstmalige Veranstaltung, die von der
österreichischen Gewerkschaft PRO-GE ausgerichtet wird, findet vom
14. bis 16. September in Wien statt. Der österreichische Präsident
Dr. Heinz Fischer wird auf der Eröffnungsveranstaltung sprechen,
ebenso wie Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, Arbeitsminister
Rudolf Hundstorfer und Staatssekretärin Sonja Steßl.

Der internationale Gewerkschaftsverband IndustriALL, der 50 Millionen
ArbeitnehmerInnen in der Textil-, Energie- und Bergbaubranche
vertritt, bringt weibliche Gewerkschafter aus fünf Kontinenten
zusammen, um über die drängendsten Themen zu sprechen, denen sich
Frauen am Arbeitsplatz gegenüber sehen. "Wien begrüßt unsere
GewerkschaftskollegInnen mit offenen Armen, und wir freuen uns, dass
wir anlässlich der ersten internationalen Frauenkonferenz von
IndustriALL so viele Gewerkschafterinnen hier in Österreich
willkommen heißen können. Die Konferenz verspricht eine informative
und lebhafte Veranstaltung zu werden, die uns stärken und bessere
Ideen und Mittel an die Hand geben wird, um die Leben der Frauen
durch die Gewerkschaftsbewegung zu verbessern", so Monika Kemperle,
die stellvertretende Generalsekretärin von IndustriALL.

Eines der zentralen Themen der Konferenz wird die Rolle der
Gewerkschaften bei der Verhinderung von Gewalt gegen Frauen sein; bei
dieser Gelegenheit wird auch eine neue Kampagne auf den Weg gebracht.
Wenn Frauen geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung
ausgesetzt sind, ob am Arbeitsplatz oder an anderer Stelle, wird ihr
berufliches Potenzial eingeschränkt, und daher ist dies auch ein
Thema für die Gewerkschaften.

Auf dem Podium werden Vertreterinnen aus zahlreichen Ländern
erwartet, unter anderem aus Australien, Kolumbien, Irak, Myanmar, der
Ukraine und Südafrika, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen teilen,
etwa über Verbesserungen im Arbeitsschutz, besseren Mutterschutz, die
Vermeidung von HIV/AIDS, eine Erhöhung der Mitgliederzahlen, den
Kampf gegen prekäre Arbeit, die Beendigung von
geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Wege hin zu einer guten
Work-Life-Balance. Auf der Konferenz wird eine Gleichstellungs-Charta
zur Abstimmung gestellt, mit der die Frauenrechte weiter gestärkt
werden sollen. Die TeilnehmerInnen werden sich auch mit den
Führungsstrukturen von IndustriALL beschäftigen: es liegt ein Antrag
vor, den Frauenanteil hier von 30 auf 40 Prozent zu erhöhen.

Die Veranstaltung soll live gestreamt werden:
www.industriall-union.org und kann über Twitter @IndustriALL_GU sowie
#WWCVienna mitverfolgt werden.

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