Bundesjugendvertretung: Senkung der Minderjährigkeit für Flüchtlinge ist skandalös!

Bundesländer dürfen nicht mit Kinderrechten brechen!

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) zeigt sich entsetzt über die aktuellen Meldungen zur geplanten Senkung der Minderjährigkeitsgrenze auf 17 Jahre für Flüchtlinge: "Junge Flüchtlinge brauchen besonderen Schutz und Betreuung. Dafür gibt es internationale Standards - allen voran die Kinderrechtskonvention, die unbedingt einzuhalten ist", betont BJV-Vorsitzende Laura Schoch.

"Es darf nicht sein, dass Bundesländer wahllos Altersgrenzen festsetzen, nur um Geld einzusparen. Diesen Vorstößen der Bundesländer auf dem Rücken von schutzbedürftigen Jugendlichen muss ein Riegel vorgeschoben werden", kritisiert Schoch.

Bereits jetzt ist die Situation für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich problematisch: "Viele minderjährige Flüchtlinge sind derzeit in Massenquartieren untergebracht, wo sie keine ausreichende Betreuung erhalten und auf sich allein gestellt sind. Hunderte sind nach wie vor ohne Dach über dem Kopf. Statt einem Alltag mit Ausbildung, Freizeitgestaltung und Familienleben sind diese jungen Menschen völlig auf sich allein gestellt", erklärt Schoch.

Jetzt muss es heißen, diesen traumatisierten Jugendlichen jegliche Unterstützung zukommen zu lassen, die möglich ist. "Dafür braucht es adäquate Unterbringung und ausreichende Tagsätze. Hier fehlt immer noch eine entsprechende Aufstockung. Eine Senkung der Minderjährigkeit würde die Versorgung drastisch verschlechtern. Maßnahmen, wie sie jetzt von Niederösterreich und Oberösterreich laut wurden, sind skandalös! Solche unmenschlichen Zahlenspiele verschlimmern das Leid junger Flüchtlinge und sind einfach nur beschämend", so Schoch abschließend.

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