- 08.09.2015, 11:12:09
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Bonität der österreichischen KMU: etwa 25% der KMU sind bonitätsstark (AAA, AA und A)

Wien (OTS) - Aktuellen Analysen von rund 85.000 Jahresabschlüssen
zufolge, konnten die österreichischen kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) der marktorientierten Wirtschaft (Gesamtwirtschaft
unter anderem ohne Land- und Forstwirtschaft und persönliche
Dienstleistungen) ihre Bonität weitgehend stabil halten (Ratingmodell
der KMU Forschung Austria und des KSV1870). 26% der Unternehmen
liegen zwischen AAA und A, 73% zwischen BBB und B. 1% entfällt auf
die Ratingklasse C.
Maßgeblich für das Rating eines Unternehmens verantwortlich sind
unter anderem die Rentabilität, die Entwicklung der
Verbindlichkeiten, die Geldflüsse und die Kapitalstruktur.
Vereinfacht ausgedrückt: Je höher die Innenfinanzierungskraft und je
höher die Eigenkapitalquote, desto besser ist die Bonität/das Rating.
Die grafische Darstellung (siehe komplette Pressemitteilung unter:
http://www.kmuforschung.ac.at/index.php/de/presseservice) zeigt die
mittelfristige Entwicklung auf Basis einer Kohortenanalyse von knapp
50.000 Unternehmen zwischen 2010/11 und 2013/14. Die Hälfte der
Unternehmen befand sich 2010/11 in derselben Ratingklasse wie
2013/14, deren Bonität hat sich somit nicht verändert.
Bei der zweiten Hälfte der Unternehmen kam es zu Verschiebungen,
wobei der Anteil mit einer Verbesserung im Rating um 2%-Punkte höher
ist, als jener mit einer Verschlechterung.
Überwiegend kam es zu einer Verschiebung um eine Ratingklasse. 19%
der Unternehmen haben sich um eine Klasse verbessert (z.B. von A auf
AA), 18% der Unternehmen haben sich um eine Klasse verschlechtert. 5%
haben sich um zwei Klassen verbessert (z.B. von A auf AAA), 4% um
zwei Klassen verschlechtert.
"Die Veränderung der Ratingklassen bei der Hälfte der Unternehmen
innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren zeigt die Notwendigkeit
eines laufenden Monitorings auf", so Mag. Peter Voithofer, Direktor
der KMU Forschung Austria. "In vielen Fällen spiegelt sich hierin die
Veränderung der Wettbewerbsfähigkeit und -position mit einem
gewissen Timelag wider".
Bei einer Verbesserung um eine Ratingklasse wechseln Unternehmen
überdurchschnittlich häufig von BBB nach A. Bei Verschlechterungen um
eine Klasse überdurchschnittlich häufig von BB nach B.
Im Falle der Verbesserung um zwei Klassen passiert der Wechseln
überdurchschnittlich oft von BBB nach AA. Der Abstieg um zwei Klassen
endet meist ganz unten in Klasse C.
Das Ratingmodell der KMU Forschung Austria ist ein leistungsfähiges
Modell zur Bonitätsbeurteilung von bilanzierenden Unternehmen. Es
basiert auf einer Kooperation zwischen dem KSV1870 (www.ksv.at) und
der KMU Forschung Austria (www.kmuforschung.ac.at). Weitere
Informationen und Bestellmöglichkeiten finden sich unter
www.branchenrating.at sowie unter www.ksv.at/bilanzbranchenrating
Zum Download der kompletten Pressemitteilung:
http://www.kmuforschung.ac.at/index.php/de/presseservice
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