• 04.09.2015, 13:45:59
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  • OTS0144 OTW0144

Spitalsärzte-Obmann Mayer: Selbstzuweisungen nicht mehr tragbar

Aktuelle Studie belegt: Behandlungsqualität leidet, wenn Koordination der Patientenströme fehlt

Utl.: Aktuelle Studie belegt: Behandlungsqualität leidet, wenn
Koordination der Patientenströme fehlt =

Wien (OTS) - Zum Hausarzt, zum Facharzt oder gleich ins Spital? In
Österreich könne jeder frei entscheiden, wohin er sich mit
gesundheitlichen Problemen wendet, kritisiert Harald Mayer, Obmann
der Bundeskurie Angestellte Ärzte und Vizepräsident der
Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Freitag in einer Aussendung:
"Willkürliche Selbstzuweisungen, wie sie bei uns derzeit praktiziert
werden, sind nicht mehr tragbar: Weder für das System, das durch die
überfüllten Ambulanzen und die unnötig hohen Kosten, die dadurch
entstehen, bis zum Zerreißen belastet wird, noch für die Patienten.
Im angeblich besten Gesundheitssystem der Welt muss es möglich sein,
den Patienten eine optimale Behandlungsqualität zu garantieren. Das
ist nur mit einer sinnvollen Koordination der Patientenströme zu
schaffen."

Dass die Behandlungsergebnisse in einem System wie dem
österreichischen nicht optimal sind, belegt eine Ende Juli
publizierte Studie (Hoffmann K, Peersman W, George A, Dorner TE,
2015), in der mehr als 15.000 Patientendaten aus Österreich
ausgewertet wurden: Am Beispiel von Patienten mit chronischen
Rückenschmerzen, die gleichzeitig an psychischer Belastung leiden,
wird klar aufgezeigt, dass diese die beste Betreuung in der
Primärmedizin haben. Ein klarer Vorteil sei die kontinuierliche
Betreuung durch einen Arzt des Vertrauens, der seine Patienten sehr
gut kenne. Eine Versorgung in einer Spitalsambulanz sei teurer, aber
nicht zwingend besser. (ssa)

Studie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4517760/

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