- 04.09.2015, 10:06:16
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Wege in den Arbeitsmarkt
Neueröffnung des Caritas markt_platz shops am Yppenplatz mit Stadträtin Wehsely, Bezirksvorsteher Prokop, Draxl (AMS Wien), Kiss (Volkshilfe), Bodmann (Caritas der Erzdiözese Wien)
Utl.: Neueröffnung des Caritas markt_platz shops am Yppenplatz mit
Stadträtin Wehsely, Bezirksvorsteher Prokop, Draxl (AMS Wien),
Kiss (Volkshilfe), Bodmann (Caritas der Erzdiözese Wien) =
Wien (OTS) - In Österreich sind Ende August 384.585 Menschen ohne
Job. Insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit ist gestiegen. 39.361
Personen waren länger als zwölf Monate arbeitslos vorgemerkt, ein
Anstieg um 195,8 Prozent.
"Die hohen Arbeitslosenzahlen zeigen, dass wir mehr Mittel für die
aktive Arbeitsmarktpolitik benötigen und nicht weniger", betont
Alexander Bodmann, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien
und fordert eine Rücknahme der geplanten Streichungen im Bereich der
aktiven Arbeitsmarktpolitik ab 2017: "Wir werden diese Mittel
dringend benötigen .Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
müssen wir alle gemeinsam Chancen, Perspektiven und Teilhabe
ermöglichen. Besonders wichtig sind hier Projekte wie ArbeitsRaum,
die sich speziell an langzeitarbeitslose Menschen richten. Arbeit ist
mehr als ein Job. Arbeit bedeutet immer auch, Teil der Gesellschaft
zu sein und nicht im Abseits stehen zu müssen. Wir dürfen die Nöte
der Betroffenen jetzt nicht vergessen."
"Die Volkshilfe arbeitet schon seit langem im Bereich der Integration
von langzeitarbeitslosen, sozial benachteiligten Menschen in den
Arbeitsmarkt", erklärt Volkshilfe Wien Geschäftsführer Walter Kiss.
"Die Zusammenarbeit mit der Caritas in diesem Bereich hat eine lange
Tradition: wir haben gemeinsam bereits 2 EU-Projekte zu diesem Thema
durchgeführt. Die Gründung einer gemeinsamen Ges.m.b.H. ist ein
weiterer Beweis, dass es einen großen Bedarf dafür gibt, Angebote
für Menschen zu schaffen, die an den Anforderungen des ersten
Arbeitsmarktes scheitern würden."
Das Beschäftigungsprojekt ArbeitsRaum von Caritas und Volkshilfe,
gefördert vom AMS Wien und der Stadt Wien, unterstützt
langzeitarbeitslose Menschen bei einem stufenweisen Einstieg ins
Arbeitsleben. Das niederschwellige Projekt soll arbeitssuchenden
Frauen und Männern Wege aufzeigen, um wieder im Arbeitsleben Fuß zu
fassen und sie damit auch wieder in die Mitte der Gesellschaft zu
holen.
"Je länger die Phase der Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger
ist es für viele, wieder ins Erwerbsleben zurückzufinden", sagt
AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. "Projekte wie ArbeitsRaum sind darauf
ausgerichtet, Menschen behutsam wieder an den Alltag im Job
heranzuführen, bis sie sich wieder fit fühlen für den regulären
Arbeitmarkt."
"Mit ArbeitsRaum schaffen wir für langzeitarbeitslose Menschen ein
neues, individuell zugeschnittenes Angebot. Damit wollen wir ihnen
mehr Chancen für eine nachhaltige Rückkehr in einen
existenzsichernden Job geben. Erwerbstätigkeit sichert nicht nur ein
regelmäßiges Einkommen, sondern gibt den Menschen Selbstvertrauen und
eine Perspektive", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja
Wehsely.
In zwei eigenen Werkstätten und im markt_platz shop bietet
ArbeitsRaum 52 befristete Trainings- und Transitarbeitsplätze zum
Erwerb von Arbeitspraxis in verschiedenen Tätigkeitsfeldern an.
Daneben erhalten die TeilnehmerInnen qualifizierte Fachanleitung,
Personalentwicklung, Unterstützung durch eine SozialarbeiterIn und
bei Bedarf medizinische und psychologische Beratung. Ziel ist es, die
Arbeitssuchenden auf einen Arbeitsplatz in einen sozialökonomischen
Betrieb zu vermitteln und im nächsten Schritt in den regulären
Arbeitsmarkt zu integrieren. Seit Beginn des Projekts im Jänner 2014
waren 163 Personen beschäftigt. 67 % konnten in sozialökonomische
Betriebe vermittelt werden.
Neueröffnung markt_platz am Brunnenmarkt
Der markt_platz im 16. Wiener Gemeindebezirk ist ein beliebtes
Geschäft am Brunnenmarkt Hier werden von TeilnehmerInnen des Projekts
ArbeitsRaum hergestellte Produkte aus Recyclingmaterial wie Taschen,
Geldbörsen, Schmuck…, sowie Produkte aus anderen Caritas und
kirchlichen Einrichtungen verkauft. Auch kleinere Reparaturen werden
übernommen. Nach einem Umbau erstrahlt das Verkaufslokal in neuem
Glanz. Im Rahmen der Wiedereröffnung des markt_platz shops am 4. und
5. September sind die in den projekteigenen Werkstätten hergestellten
Produkte um 30 Prozent verbilligt.
"Es freut mich sehr, dass das Projekt "markt_platz" in unserem Bezirk
bereits seit einigen Jahren so gut funktioniert und positiv
angenommen wird, da es sehr wichtig ist, dass langzeiterwerbslose
Menschen im Rahmen von Projekten wie "markt_platz" Unterstützung
erhalten können" sagt Bezirksvorsteher Franz Prokop. "Besonders
bedanken möchte ich mich bei der Caritas und Volkshilfe, sowie den
Unterstützern AMS Wien und Stadt Wien, die das Beschäftigungsprojekt
ArbeitsRaum ermöglichen."
Volkshilfe und Caritas - Einsatz im erweiterten Arbeitsmarkt
Der Bereich Arbeit ist nach der Pflege das zweitgrößte
Betätigungsfeld der Volkshilfe. In rund 40 Projekten der Volkshilfe
sind weit über 400 MitarbeiterInnen dauerhaft beschäftigt , rund
2.000 langzeitbeschäftigungslose Personen, Menschen mit
Beeinträchtigungen und Asylberechtigte finden pro Jahr einen
Transitarbeitsplatz und bekommen die Chance auf Reintegration in den
Ersten Arbeitsmarkt.
Seit 25 Jahren ist die Caritas der Erzdiözese Wien mit Angeboten am
erweiterten Arbeitsmarkt aktiv. Mit Projekten wie "ArbeitsRaum, dem
Restaurant" "Inigo" oder der "magdas Kantine" erhalten Menschen, die
nur schwer am Arbeitsmarkt Fuß fassen können, jene Chance, die sie
auch verdienen. In der Caritas der Erzdiözese Wien konnten im Vorjahr
376 Arbeitsplätze für arbeitssuchende Frauen und Männer zur Verfügung
gestellt werden. In ganz Österreich bietet die Caritas mehr als 1.000
Arbeitsplätze für langzeiterwerbslose Menschen in knapp 80 Projekten.
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