• 03.09.2015, 10:09:42
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WKÖ-Moretti: Aktuelle Statistik zeigt: Kinderbetreuung nach wie vor unzureichend

Frau in der Wirtschaft fordert weiteren Ausbau der Kinderbetreuungsplätze –Schließzeiten auf maximal drei Wochen pro Jahr reduzieren

Utl.: Frau in der Wirtschaft fordert weiteren Ausbau der
Kinderbetreuungsplätze –Schließzeiten auf maximal drei Wochen
pro Jahr reduzieren =

Wien (OTS) - "Die Betreuungszeiten für Kinder müssen an die Alltags-
und Arbeitsrealität österreichischer Familien angepasst werden",
fordert Adelheid Moretti, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft,
anlässlich der heute, Donnerstag, veröffentlichen
Kindertagesheimstatistik 2014/2015. Demnach schließen Österreichs
Kindertagesheime durchschnittlich mehr als 4 Wochen (21,9
Betriebstage) pro Jahr, wobei die meisten Schließtage in die
Sommerferien fallen (durchschnittlich 12,8). Spitzenreiter sind die
Kindergärten mit im Durchschnitt 27 geschlossenen Tagen.
Nach wie vor stünden berufstätige Eltern oft vor massiven
Betreuungs-Engpässen, so Moretti: "Die Betreuungssituation ist leider
immer noch quer durch alle Altersgruppen und Betreuungsformen
unzureichend und müsste endlich auf die Bedürfnisse der Eltern
abgestimmt werden". Die Vertreterin der rund 120.000 österreichischen
Unternehmerinnen fordert eine Ausweitung des Betreuungsangebots vor
allem bei unter 3-Jährigen, zudem müssten die Schließzeiten auf
maximal drei Wochen pro Jahr reduziert und gleichzeitig die
Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche ausgeweitet
werden.

Moretti fordert Vereinheitlichung der schulautonomen Tage pro
Bundesland

Eine mindestens so große Belastungsprobe für Familien ortet Moretti
bei der ganzjährigen Betreuung von Schulkindern. Mit knapp 14 Wochen
Schulferien und nicht einheitlichen schulautonomen Tagen stehen viele
berufstätige Eltern vor schier unlösbaren Herausforderungen. "Wir
wissen, dass sich vor allem Eltern mit mehreren Kindern, die
unterschiedliche Schulen besuchen, für die Betreuung an
schulautonomen Tagen mehrfach frei nehmen müssen, da diese
unterschiedlich angesetzt werden - und das zusätzlich zu den rund 14
Wochen Schulferien pro Jahr, in denen es auch immer noch an adäquater
Betreuung mangelt", kritisiert Moretti. Anstatt der ersehnten
Erholung, so Moretti, würde es dann in den Ferien und an den
schulautonomen Tagen meist noch schwieriger, Familie und Beruf zu
vereinbaren. "Deshalb fordern wir die Vereinheitlichung der
schulautonomen Tage - zumindest im jeweiligen Bundesland ", so
Moretti abschließend. (PWK657/ES/PM)

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