WKÖ-Moretti: Aktuelle Statistik zeigt: Kinderbetreuung nach wie vor unzureichend

Frau in der Wirtschaft fordert weiteren Ausbau der Kinderbetreuungsplätze –Schließzeiten auf maximal drei Wochen pro Jahr reduzieren

Wien (OTS) - "Die Betreuungszeiten für Kinder müssen an die Alltags-und Arbeitsrealität österreichischer Familien angepasst werden", fordert Adelheid Moretti, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft, anlässlich der heute, Donnerstag, veröffentlichen Kindertagesheimstatistik 2014/2015. Demnach schließen Österreichs Kindertagesheime durchschnittlich mehr als 4 Wochen (21,9 Betriebstage) pro Jahr, wobei die meisten Schließtage in die Sommerferien fallen (durchschnittlich 12,8). Spitzenreiter sind die Kindergärten mit im Durchschnitt 27 geschlossenen Tagen.
Nach wie vor stünden berufstätige Eltern oft vor massiven Betreuungs-Engpässen, so Moretti: "Die Betreuungssituation ist leider immer noch quer durch alle Altersgruppen und Betreuungsformen unzureichend und müsste endlich auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt werden". Die Vertreterin der rund 120.000 österreichischen Unternehmerinnen fordert eine Ausweitung des Betreuungsangebots vor allem bei unter 3-Jährigen, zudem müssten die Schließzeiten auf maximal drei Wochen pro Jahr reduziert und gleichzeitig die Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche ausgeweitet werden.

Moretti fordert Vereinheitlichung der schulautonomen Tage pro Bundesland

Eine mindestens so große Belastungsprobe für Familien ortet Moretti bei der ganzjährigen Betreuung von Schulkindern. Mit knapp 14 Wochen Schulferien und nicht einheitlichen schulautonomen Tagen stehen viele berufstätige Eltern vor schier unlösbaren Herausforderungen. "Wir wissen, dass sich vor allem Eltern mit mehreren Kindern, die unterschiedliche Schulen besuchen, für die Betreuung an schulautonomen Tagen mehrfach frei nehmen müssen, da diese unterschiedlich angesetzt werden - und das zusätzlich zu den rund 14 Wochen Schulferien pro Jahr, in denen es auch immer noch an adäquater Betreuung mangelt", kritisiert Moretti. Anstatt der ersehnten Erholung, so Moretti, würde es dann in den Ferien und an den schulautonomen Tagen meist noch schwieriger, Familie und Beruf zu vereinbaren. "Deshalb fordern wir die Vereinheitlichung der schulautonomen Tage - zumindest im jeweiligen Bundesland ", so Moretti abschließend. (PWK657/ES/PM)

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