• 27.08.2015, 08:28:04
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VKI-Test Hundefeuchtfutter: oft nur Durchschnittskost

Hoher Eiweißgehalt und unausgewogene Versorgung mit Phosphor und Kalzium

Utl.: Hoher Eiweißgehalt und unausgewogene Versorgung mit Phosphor
und Kalzium =

Wien (OTS/VKI) - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat für
die aktuelle Septemberausgabe seines Testmagazins KONSUMENT 25
Allein-Feuchtfuttermittel für Hunde unter die Lupe genommen, davon 17
Produkte für ausschließlich erwachsene Tiere. Der Fokus des Tests lag
darauf, wie gut der Hund mit Nährstoffen versorgt wird. Keines der
Produkte erreichte die Bestnote. Nur drei Futtermittel - die
getesteten Sorten von Royal Canin, Bio Dog und Romeo - erzielten ein
gutes Gesamtergebnis. Der Großteil war dagegen durchschnittlich.
Damit fiel dieser Test deutlich schlechter aus als ein Test zu
Hundetrockenfutter des VKI vor zwei Jahren (KONSUMENT 8/2013), bei
dem die große Mehrheit mit "sehr gut" bewertet wurde. Dafür waren im
Wesentlichen zwei Gründe verantwortlich: ein zu hoher Eiweißanteil
(bei Fütterung an erwachsene Hunde) sowie ein unausgewogenes
Verhältnis von Kalzium- und Phosphorgehalt. Alle Testergebnisse gibt
es auch unter www.konsument.at.

Bei 21 von 24 Produkten ist der Eiweißgehalt sehr hoch. "Das ist
durchaus kritisch zu sehen, denn Eiweiß, das nicht verwertet werden
kann, muss abgebaut werden und kann dabei den Organismus belasten",
informiert VKI-Expertin Dr. Angela Tichy. "Das gilt insbesondere für
erwachsene Hunde. Für Welpen ist ein üppiger Proteingehalt dagegen
vorteilhaft, da Junghunde einen höheren Bedarf an Eiweiß haben."

Ebenfalls zentral bei der Produktbeurteilung waren die Menge und
das Verhältnis von Kalzium und Phosphor. Bei einem Überschuss bzw.
einem unausgewogenen Verhältnis von Phosphor und Kalzium kann es zu
Fehlbildungen des Skeletts kommen - insbesondere beim noch wachsenden
Hund. Für die getesteten Futtermittel von Classic Dog, Clever und
Golden Dog führten die schlechten Ergebnisse in diesem Bereich sogar
zu einer "nicht zufriedenstellenden" Gesamtbeurteilung.

Sieben Produkte enthielten darüber hinaus sehr viel an Vitamin A -
genauer gesagt 20 Mal so viel, wie ein ausgewachsener Hund benötigt.
"Eine derartige Überversorgung über einen längeren Zeitraum kann
unter anderem zum Abbau von Knochensubstanz führen", warnt Tichy. "Es
ist also ratsam, möglichst abwechslungsreich zu füttern, um
Fehlernährungen vorzubeugen. Auch der Wechsel von Feucht- und
Trockenfutter ist sinnvoll."

Der Test zeigt - wie auch schon in der Vergangenheit - dass gutes
Futter durchaus günstig sein kann. "Beim Vergleich von Futtermitteln
sollte man allerdings darauf achten, den Preis pro Tagesration zu
vergleichen. Denn nicht die Menge, sondern der Energiegehalt ist
entscheidend dafür, ob ein Futter günstiger ist als das andere", so
Tichy abschließend.

SERVICE: Alle Testergebnisse im Detail sowie Stellungnahmen von
Anbietern gibt es ab dem 27.08. in der Septemberausgabe des
VKI-Testmagazins KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

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