- 26.08.2015, 09:55:46
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Rasche Smart Meter Einführung schafft Vorteile für Haushalte und Strominfrastruktur
Kooperation der Netzbetreiber Westösterreichs bringt Schwung in den Roll-out
Wien (OTS) - Die Einführung der Smart Meter in Österreich ist einer
der wichtigen Schritte für die Erneuerung der Strominfrastruktur. Die
aktuelle Kooperation der vier Netzbetreiber Westösterreichs zur
Ausschreibung von intelligenten Stromzählern bringt Schwung in den
laufenden Roll-out in Österreich. "Die Einführung der Smart Meter
sollte möglichst rasch und flächendeckend vorangetrieben werden. Die
aktuelle Kooperation ist ein wichtiger Impuls. Von einem zügigen
Roll-out profitieren Konsumenten und Netzbetreiber", so Manfred
Müllner, Geschäftsführer Stv. des FEEI - Fachverband der Elektro- und
Elektronikindustrie. "Die Digitalisierung der Stromzähler in den
Haushalten bringt viele Vorteile für die Konsumenten, wie etwa die
zeitnahe Darstellung des eigenen Energieverbrauchs, neue flexible
Stromtarife und somit mehr Wettbewerb im Strommarkt. In der
Strominfrastruktur sind beispielsweise Effizienzsteigerungen im
Netzbetrieb und die nachhaltige Integration von erneuerbaren Energien
wesentliche Nutzen", so Müllner weiter.
Vorteile für den privaten Haushalt
Mit Smart Metern kann jeder Stromkunde erstmals seinen
Energieverbrauch am Online-Portal oder auch am Smartphone
kontrollieren und zeitnahe nachvollziehen. Der Konsument kann so auf
ineffiziente Geräte reagieren und seinen Energieverbrauch optimieren.
In Österreich gibt es bereits Energieversorger wie z.B. die Linz AG
oder Energie AG in Oberösterreich, die Smart Meter aus Überzeugung
bereits vor Jahren eingeführt haben. Ihre Erfahrungen zeigen, dass
Smart Meter Teil eines effizienten Stromnetzes sind und viele
Vorteile für die Kunden und den Netzbetreiber bringen. Erhöhte
Transparenz bei der Stromrechnung und die klare Abgrenzung des
Stromverbrauchs bei Wohnungswechsel sind die wesentlichen Vorteile
auf der Seite der Kunden. Zeitnahe Informationen über den Netzzustand
und effizientere Kundenprozesse sind die positiven Aspekte für den
Netzbetreiber. Im Europäischen Vergleich, wo bereits mehr als 60
Millionen Smart Meter installiert sind, zeigt sich, dass digitale
Stromzähler als anerkannte Technologie ein wichtiger Baustein für ein
modernes Energiesystem sind.
Informationssicherheit und Datenschutz
Die Einführung neuer Technologien bringt immer neue Herausforderungen
und Fragestellungen mit sich, die öffentlich diskutiert werden. Die
Debatte zu den Themenbereichen Informationssicherheit und Datenschutz
läuft oft mit vereinfachter Argumentation. Laut gesetzlicher Vorgabe
müssen Smart Meter im Haushalt die Möglichkeit bieten, Zählerstände,
Leistungsmittelwerte oder Energieverbrauchswerte in einem Intervall
von 15 Minuten zu messen und zu speichern. Eine Auslesung der im
Zähler gespeicherten 15-Minuten-Daten erfolgt nur, wenn der Kunde dem
ausdrücklich zustimmt. Die Untersuchungen des Josef Ressel Zentrums
für Anwenderorientierte Smart Grid Privacy, Sicherheit und Steuerung
an der Fachhochschule Salzburg zeigen, dass die Auflösung der
15-Minuten-Daten definitiv nicht aus-reicht, um in realen Situationen
auf das konsumierte Fernsehprogramm zu schließen. Um aus dem
Stromverbrauch Nutzertätigkeiten wie zum Beispiel Fernsehen oder
Duschen erfassen zu können, wäre eine wesentlich feinere Auflösung
nötig. Auch die verlässliche Bestimmung einzelner elektrischer Geräte
ist in dieser Auflösung nicht möglich. Die Verschlüsselung der Daten
und Informationssicherheit steht bei der Implementierung an obersten
Stelle. Erfahrungen aus anderen Wirtschaftsbereichen zeigen, dass die
Informationssicherheit funktioniert und krypotografische Verfahren in
Bezug auf Ver-traulichkeit, Authentizität und Integrität die nötige
Sicherheit im Stromnetz schaffen können.
Über den FEEI
Der FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt
in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit mehr als
60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,7 Milliarden
Euro (Stand 2014). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu
gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum
Mobilkommunikation (FMK), das UFH, die Technologieplattform Smart
Grids Austria, der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT)
und der Verband der Bahnindustrie - ist es das oberste Ziel des FEEI,
die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im
weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.
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