• 26.08.2015, 09:26:16
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Börsenturbulenzen beunruhigen die Pensionskassen nicht

Abg. Zakostelsky übt sich wieder im Schönfärben

Utl.: Abg. Zakostelsky übt sich wieder im Schönfärben =

Wien (OTS) - Gibt es gute Börsenmeldungen, tut der Fachverband der
Pensionskassen so, als ob die unterjährige Performance bereits ein
erwirtschafteter Zuwachs wäre, sind die unterjährigen
Performance-Ergebnisse schlecht, übernimmt man neuerdings die
Pekabe-Aussagen, dass nur der Jahresendwert über Pensionskürzungen
entscheidet (Erhöhungen sind ohnehin Schimäre). Bewusst verschweigt
der Fachverband dabei allerdings, dass sich natürlich die
Zwischenergebnisse im Jahresendwert niederschlagen.

Zur Erinnerung: von der Nettoperformance der Pensionskassen muss
der jeweilige Rechenzins(RZ) der Veranlagungs- und Risikogemeinschaft
sowie etwa noch 1% an Kosten der Längerlebigkeit und der
Vermögensverwaltung von der Performance abgezogen werden. Demnach
muss 2015 bei den unrealistisch überhöhten RZ von bis zu 6,5% eine
Performance von 7,5% erreicht werden, um 2016 zumindest eine
nominell gleich hohe Pension wie 2015 auszahlen zu können. Für die
Pensionen und Pensionsansprüche ab Jänner 2016 geben die
Entwicklungen an den Börsen daher wieder einmal begründeten Anlass
zur Sorge.

In der 13h-ZIB vom 25.8. wurde eine Aussage von Abg. Zakostelsky
unrecherchiert wiedergegeben: nur mehr 3%, etwa 25.000
Pensionskassenkunden seien von Hochzinsverträgen betroffen.
Tatsächlich sind es jedoch rund 300.000! Herr Zakostelsky hat
offensichtlich "vergessen", dass nicht nur Pensionisten von drohenden
Bezugskürzungen betroffen sind, sondern dass auch Aktive, die in
solchen Verträgen gefangen sind, Verluste bei zu geringer Performance
erleiden, das jedoch erst bei Pensionsantritt spüren werden. Tatsache
ist, dass die Opfer der Hochzinsverträge seit 2000 bereits bis zu 50%
ihrer Pensionsansprüche aus Pensionskassen eingebüßt haben.

PEKABE (www.pekabe.at) wurde 2005 gegründet, um die Interessen der
rund 840.000 österreichischen Pensionskassenberechtigten in der
Öffentlichkeit zu vertreten. Schließlich hat es für viele Betroffene
in den letzten 10 Jahren bereits Pensionskürzungen bis zu 50 %
gegeben, Verluste, die absolut unaufholbar sind. Die
Pensionskassengesetznovelle 2012, nicht einmal sie wäre ohne
Betreiben des Pekabe zustande gekommen, hat hier keine wesentliche
Besserung gebracht, das System ist noch lange nicht als saniert und
somit brauchbare Ergänzung zur staatlichen Pension anzusehen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKB

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