• 21.08.2015, 10:04:44
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Morgen Samstag ist der Tag der Fische

WWF präsentiert vier Videos zum nachhaltigen Fischkonsum

Utl.: WWF präsentiert vier Videos zum nachhaltigen Fischkonsum =

Wien. (OTS) - Anlässlich des morgen Samstag stattfindenden Jahrestag
des Fisches präsentieren WWF und das MSC-Programm vier animierte
kurze Videos, die anschaulich zeigen, wie Fischkonsum auch ohne Reue
möglich ist. Journalisten und Blogger können alle Videos kostenfrei
in mehreren Formaten für TV und Onlinemedien von der
APA-Videoplattform downloaden. Die weltweite Überfischung gilt heute
als eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit der Meere und das
Überleben seiner Bewohner. "Umweltsiegel wie MSC, ASC oder für
Bio-Fisch können helfen, dass sich die Artenvielfalt der Meere wieder
erholt und das Plündern der Meere eingedämmt wird. Die Konsumenten
können dies mit ihrer Kaufentscheidung mitentscheiden", so
WWF-Meeresexperte Axel Hein. Die vier Videos zeigen wie MSC (Marine
Stewardship Council) funktioniert.

Beschreibung der Videos:

Sterben unsere Meere? WWF und MSC erklären nachhaltigen Fischfang

Fisch ist gesund und schmeckt. Leider sind unsere Meere bereits so
stark überfischt, dass die Bestände in vielen Teilen der Welt stark
dezimiert wurden. Fischerei- und Meeresexperte Axel Hein vom WWF
Österreich erklärt die Situation und wie wir bewusst Meerestiere
essen und ohne Reue genießen können. Danach folgt ein animiertes
Videos, das anschaulich erklärt, wie das MSC-Siegel funktioniert, das
nachhaltig gefangenen Wildfisch zertifiziert.

Link zum Video-Download:
http://www.ots-video.at/v/sterben-unsere-meere-wwf-und-msc-erklren-nachhaltigen-fischfang/

Hauptvideo: Ist die Zusammenfassung der anderen drei kürzeren Videos.
Es empfiehlt MSC, ASC, Bio-Fisch und erklärt wie das MSC-Siegel
funktioniert und unter welchen Voraussetzungen es an Fischereien
vergeben wird (ca. 9:30 Minuten).

Kurzvideo 1: Dieses Video erklärt, was das MSC-Siegel genau bedeutet
und wie es eine Lösung für das Problem der Überfischung der Weltmeere
bietet (ca. 4 Minuten).

Kurzvideo 2: Dieses Video erklärt, unter welchen Voraussetzungen das
MSC-Siegel an Fischereien vergeben wird (ca. 4 Minuten).

Kurzvideo 3:Dieses Video erklärt, wie ein wirkungsvolles
Fischereimanagement funktioniert, das auf Nachhaltigkeit ausgerichtet
ist (ca. 4 Minuten).

Laut FAO wurden 2013 weltweit rund 93 Millionen Tonnen Fisch
gefangen. Zusätzlich werden mehr als 38 Millionen Tonnen Beifang pro
Jahr bei der derzeitig vorherrschenden Fischereipraxis in Kauf
genommen. Es wird also knapp ein Drittel aller gefangenen
Meeresbewohner tot oder sterbend wieder ins Meer zurück geworfen.
Nach dem Living Planet Report des WWF verzeichneten marine Arten in
nur 40 Jahren einen Rückgang von 39 Prozent. Illegaler und
unkontrollierter Fischfang macht nach Schätzungen elf bis 26
Millionen Tonnen (12 bis 28 Prozent) zusätzlich zum weltweit
registrierten Fischfang aus. Heute sind weltweit mehr als 90 Prozent
der globalen Fischbestände überfischt oder bis an ihre Grenzen
ausgebeutet, warnt der WWF. In Österreich werden derzeit jährlich
3.200 Tonnen Süßwasserfisch produziert. Demgegenüber steht ein
Inlandsbedarf an Fischen, Krebs- und Weichtieren von insgesamt etwa
63.000 Tonnen. Diese Nachfrage wird zu 94 Prozent durch Importe
gedeckt. Der Selbstversorgungsgrad in Österreich liegt damit bei nur
etwa fünf Prozent.

Fisch und Meeresfrüchte zählen weltweit zu den meistgehandelten
Lebensmitteln. Mehr als 800 Millionen Menschen sind laut der
Welternährungsorganisation FAO abhängig von Fang, Produktion,
Verarbeitung und Verkauf von Fisch und Meeresfrüchten. Die Zahl an
Arbeitsplätzen in diesem Bereich wuchs in den letzten Jahren sogar
stärker als die Weltbevölkerung. Wären unsere Weltmeere ein Land,
wären sie jenes mit der siebtgrößten Wirtschaftsleistung weltweit.
Der Wert der Güter und Leistungen, die jährlich aus den Ozeanen
gewonnen werden, beträgt mehr als zwei Billionen Euro. "Die
Fisch-Industrie muss sich von kurzfristigen Profiten verabschieden
und eine nachhaltige Strategie verfolgen, sonst kann sie langfristig
nicht mehr ertragreich sein. Die Konsumenten haben ebenfalls einen
enormen Einfluss auf die Fischerei-Industrie, denn ihre Nachfrage
entscheidet das Angebot", so WWF-Experte Hein.

Wenn es um nachhaltigen Fischfang geht, sollte man auf MSC
zertifizierte Meeresprodukte zurückgreifen, die am blauen MSC-Siegel
leicht zu erkennen sind. Verliehen wird es nur an Fischereien, die
unter kontrollierten Auflagen nachhaltig fischen, also nur jene Menge
an Fisch aus den Beständen entnehmen, die von selbst wieder
nachwachsen kann. Wenn dieses Prinzip eingehalten wird, kann man die
Ozeane praktisch endlos bewirtschaften, weil sie sich immer wieder
regenerieren.

Durch die weltweit stark nachwachsende Nachfrage haben sich
Aquakulturen entwickelt, die heute der am schnellsten wachsende
Sektor bei der Herstellung von tierischen Nahrungsmitteln darstellen.
Rund die Hälfte der Fische und Meeresfrüchte für den menschlichen
Verzehr stammen heute aus Aquakulturen. Doch schlecht bewirtschaftete
Zuchten haben negative Auswirkungen wie Wasserverschmutzung oder die
Zerstörung von wichtigen Lebensräumen. Der Fang von geeigneten
Futterfischen verstärkt das Problem der Überfischung zusätzlich.
Häufig sind auch die Arbeitsbedingungen ausgesprochen schlecht. Daher
initiierte der WWF das ASC-Siegel (Aquaculture Stewardship Council).
Dessen Grundprinzipien sind die Erhaltung der natürlichen Habitate
und Ökosysteme, wie etwa Mangrovenwälder, die Verwendung von
nachhaltigen Quellen des Fischfutters oder die Einhaltung strenger
Bestimmungen für faire Arbeitsbedingungen.

Mit dem Kauf von Produkten, die das MSC- oder ASC-Siegel tragen, kann
man sichergehen eine gute Wahl zu treffen. Heimischer Bio-Fisch ist
in Sachen Nachhaltigkeit die erste Wahl. Kurze Transportwege und
Aufzucht unter ökologischen Kriterien garantieren einen bedenkenlosen
Fischgenuss. Nicht zuletzt sollte Fisch heute als etwas Besonderes
auf den Teller kommen und bewusst gegessen werden, so der WWF.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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