- 20.08.2015, 13:46:05
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Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) kritisiert Ausweitung der Zugangsbeschränkungen in UG-Novelle
Die ÖH begrüßt positive Veränderungen, jedoch kritisiert sie einige Punkte der vorliegenden Novelle, insbesondere Zugangsbeschränkungen und StEOP.
Utl.: Die ÖH begrüßt positive Veränderungen, jedoch kritisiert sie
einige Punkte der vorliegenden Novelle, insbesondere
Zugangsbeschränkungen und StEOP. =
Wien (OTS) - Obwohl die Wirksamkeit von Zugangsbeschränkungen stark
bezweifelt wird, plant die Bundesregierung eine Verlängerung und
Ausweitung. Die ÖH lehnt jede Form der Zugangsbeschränkung ab.
"Anstatt Studien noch stärker zu beschränken ist es endlich notwendig
die Hochschulen mit 2 % des BIP zu finanzieren, wie es seit vielen
Jahren zugesagt ist." ärgert sich Philip Flacke vom Vorsitzteam. Im
selben Atemzug wird weiters geplant, die Studieneingangs- und
Orientierungsphase (StEOP) zu verlängern und auf bisher davon
verschonte Studiengänge auszuweiten. Eine Mindestgröße von 8 ECTS
lehnt die ÖH ab, gerade auch im Hinblick auf die Ergebnisse der
StEOP-Evaluierung, in welcher StEOPs mit weniger ECTS ausdrücklich
gelobt wurden. Die geplante Vorziehregelung im Rahmen von 10 ECTS ist
bei weitem nicht ausreichend. Beihilfen und Stipendien brauchen oft
einen höheren Leistungsnachweis als mit der vorliegenden Regelung
erreichbar ist. Die ÖH fordert die Abschaffung der StEOP, zumindest
aber eine grundlegendere Überarbeitung. Die StEOP in ihrer heutigen
Form fungiert immer noch als unfaire und versteckte
Zugangsbeschränkung. Investitionen in den österreichischen
Hochschulsektor sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes.
Die Erweiterung der Professor_innenkurie durch assoziierte
Professor_innen ist ein erster Schritt in Richtung fairer
Mitspracheverhältnisse an den Universitäten. Die Einführung
verkürzter Berufungsverfahren für assoziierte Professor_innen ist
jedoch der falsche Weg. Bis dato wurden Berufungen unter Mitsprache
aller Universitätsangehörigen durchgeführt. Dies soll nun in
autokratischer Weise alleinige Aufgabe des Rektorats sein. "Eine
derartig undemokratische Vorgangsweise öffnet Freund_innenwirtschaft
Tür und Tor." fügt Philip Flacke hinzu. Die ÖH fordert seit hier die
Wiederherstellung der Drittelparität in den Senaten der
Universitäten.
Auch die Verdopplung des Planungszeitraums der Universitäten in Form
eines sechsjährigen Entwicklungsplanes stellt eine massive
Einschränkung der Flexibilität unserer Hochschulen dar. "Die heutige
Wissenschaftswelt muss flexibel und kurzfristig auf Entwicklungen
reagieren können, nur so sind Bildung und Forschung auf
internationalem Niveau möglich." hält Philip Flacke fest.
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