Amnesty-Bericht bestätigt schlimmste Befürchtungen des Samariterbundes

Schnabl fordert ein politisches Management und eine stärkere Einbindung der Hilfsorganisationen bei der Betreuung

Wien (OTS) - "Babys, die ungeschützt am Boden schlafen müssen, schwangere Frauen, die in Busse bei 60 Grad Celsius eingepfercht werden, Jugendliche, die vollkommen sich selbst überlassen sind und unzumutbare hygienische Bedingungen. Das ist also die Situation in Traiskirchen, wie wir sie leider nach den Berichten der Flüchtlinge, die bei uns bereits untergekommen sind, befürchtet haben. Wo die Politik versagt, muss die Zivilgesellschaft eingreifen. Wir fordern eine noch stärkere Einbindung der Hilfsorganisationen in die Betreuung der Flüchtlinge, besonders was die unbegleiteten Minderjährigen betrifft", erklärt ASBÖ-Präsident Franz Schnabl.

"Wir stehen erst am Beginn einer mehrjährigen Flüchtlingswelle. Wenn nicht sofort seitens der Politik kompetent agiert wird, wird sich der Zustand verschlimmern, sowohl die Sorgen und Ängste der ÖsterreicherInnen als auch die Zustände in der Flüchtlingsbetreuung", fordert Schnabl sofortige politische Maßnahmen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs setzt sich schon seit Jahren für Menschen ein, die vor Krieg, Terror und Folter nach Österreich flüchten mussten. Derzeit betreibt der Samariterbund neun Flüchtlingseinrichtungen mit rund 500 Flüchtlingen in ganz Österreich und plant bis Ende des Jahres mindestens weitere 500 aufzunehmen, davon 250 unbegleitete Minderjährige.

In Wien betreibt der Samariterbund bereits zwei Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, eine weitere befindet sich in Podersdorf im Burgenland, wo die Jugendlichen altersadäquat betreut werden. "Der Samariterbund ist bereit, hier noch mehr Verantwortung zu übernehmen und stellt sich gerne mit seiner jahrelangen Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung für Gespräche zur Verfügung", erklärt Schnabl.

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