„Konsumentenpapst“ Fritz Koppe gestorben

Koppe leitete den Verein für Konsumenteninformation von 1973 bis 1994

Wien (OTS/VKI) - Von Medien wurde er als "Konsumentenpapst", als "Mister Konsumentenschutz" oder als "personifizierter Garantieschein der Nation" bezeichnet: Dr. Fritz Koppe. Der engagierte Verbraucherschützer starb am Freitag, den 7. August 2015 nach langer, schwerer Krankheit im 87. Lebensjahr. Dem Schutz der Konsumenten vor Übervorteilung und vor minderwertigen Produkten hatte sich Koppe bereits früh verschrieben: Ende der 1950er Jahre wirkte er im Verein für Einkaufsberatung, ab 1960/61 im damals neu gegründeten Verein für Konsumenteninformation (VKI), dessen Geschäftsführer er von 1973 bis 1994 war. Auch nach seiner Pensionierung machte er sich, u.a. beim Pensionistenverband, für die Rechte der Verbraucher stark. Erst seine Erkrankung verhinderte ein weiteres Engagement.

Der am 25. Februar 1929 geborene Fritz Koppe absolvierte nach der Hauptschule eine Drogistenprüfung und begann nach der erfolgreich bestandenen Externistenmatura das Studium der Staatswissenschaften, welches er 1954 mit dem Doktorat abschloss.

Ab 1958 war er in der Arbeiterkammer Wien tätig. Dort wirkte er zunächst in der Öffentlichkeitsabteilung des Vereins für Einkaufsberatung. Von Beginn an betätigte sich Koppe auch im 1960/61 gegründeten VKI. Dabei spielte er als erster Chefredakteur des VKI-Testmagazins KONSUMENT eine wesentliche Rolle. Zwischen 1970 und 1973 war er als Sekretär des damaligen Handelsministers Josef Staribacher (SPÖ) tätig, ehe er 1973 zum Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation ernannt wurde. Im selben Jahr übernahm er zudem die Leitung der Abteilung für Konsumentenschutz in der Arbeiterkammer Wien.

Die Verdienste Koppes sind groß: Unter anderem gelang es ihm 1974, die Republik Österreich als außerordentliches Mitglied des VKI zu gewinnen und so die Finanzierung des Vereins erstmals auf eine etwas solidere Basis zu stellen. Des Weiteren machte Koppe sich als "Vater" des Lebensmittelgesetzes von 1975 einen Namen und wirkte wesentlich daran mit, dass im März 1979 erstmalig ein eigenes Konsumentenschutzgesetz in Kraft treten konnte.

"Fritz Koppe war ein unermüdlicher Kämpfer für die Rechte der Konsumenten. Seine Gabe, auch komplexe Materien allgemein verständlich zu vermitteln, machte ihn zum unbestrittenen Papst der Verbraucher", würdigt VKI-Geschäftsführer Franz Floss seinen Vorgänger. "Wir werden ihn vermissen."

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Öffentlichkeitsarbeit
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