• 10.08.2015, 12:41:13
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„Konsumentenpapst“ Fritz Koppe gestorben

Koppe leitete den Verein für Konsumenteninformation von 1973 bis 1994

Utl.: Koppe leitete den Verein für Konsumenteninformation von 1973
bis 1994 =

Wien (OTS/VKI) - Von Medien wurde er als "Konsumentenpapst", als
"Mister Konsumentenschutz" oder als "personifizierter Garantieschein
der Nation" bezeichnet: Dr. Fritz Koppe. Der engagierte
Verbraucherschützer starb am Freitag, den 7. August 2015 nach langer,
schwerer Krankheit im 87. Lebensjahr. Dem Schutz der Konsumenten vor
Übervorteilung und vor minderwertigen Produkten hatte sich Koppe
bereits früh verschrieben: Ende der 1950er Jahre wirkte er im Verein
für Einkaufsberatung, ab 1960/61 im damals neu gegründeten Verein für
Konsumenteninformation (VKI), dessen Geschäftsführer er von 1973 bis
1994 war. Auch nach seiner Pensionierung machte er sich, u.a. beim
Pensionistenverband, für die Rechte der Verbraucher stark. Erst seine
Erkrankung verhinderte ein weiteres Engagement.

Der am 25. Februar 1929 geborene Fritz Koppe absolvierte nach der
Hauptschule eine Drogistenprüfung und begann nach der erfolgreich
bestandenen Externistenmatura das Studium der Staatswissenschaften,
welches er 1954 mit dem Doktorat abschloss.

Ab 1958 war er in der Arbeiterkammer Wien tätig. Dort wirkte er
zunächst in der Öffentlichkeitsabteilung des Vereins für
Einkaufsberatung. Von Beginn an betätigte sich Koppe auch im 1960/61
gegründeten VKI. Dabei spielte er als erster Chefredakteur des
VKI-Testmagazins KONSUMENT eine wesentliche Rolle. Zwischen 1970 und
1973 war er als Sekretär des damaligen Handelsministers Josef
Staribacher (SPÖ) tätig, ehe er 1973 zum Geschäftsführer des Vereins
für Konsumenteninformation ernannt wurde. Im selben Jahr übernahm er
zudem die Leitung der Abteilung für Konsumentenschutz in der
Arbeiterkammer Wien.

Die Verdienste Koppes sind groß: Unter anderem gelang es ihm 1974,
die Republik Österreich als außerordentliches Mitglied des VKI zu
gewinnen und so die Finanzierung des Vereins erstmals auf eine etwas
solidere Basis zu stellen. Des Weiteren machte Koppe sich als "Vater"
des Lebensmittelgesetzes von 1975 einen Namen und wirkte wesentlich
daran mit, dass im März 1979 erstmalig ein eigenes
Konsumentenschutzgesetz in Kraft treten konnte.

"Fritz Koppe war ein unermüdlicher Kämpfer für die Rechte der
Konsumenten. Seine Gabe, auch komplexe Materien allgemein
verständlich zu vermitteln, machte ihn zum unbestrittenen Papst der
Verbraucher", würdigt VKI-Geschäftsführer Franz Floss seinen
Vorgänger. "Wir werden ihn vermissen."

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