Foglar zu Hiroshima-Gedenktag: „Aufrüstung tötet auch ohne Krieg“.

Grußbotschaften von ÖGB und Gewerkschaftsjugend

Wien (OTS) - Vor 70 Jahren, im August 1945, erschütterten die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki die Welt. Noch immer leiden Menschen an den Spätfolgen dieser atomaren Katastrophe. Aus diesem Anlass spricht sich ÖGB-Präsident Erich Foglar für weitere Abrüstungsschritte aus. "Mehr als 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges droht eine erneute Verschärfung des Ost-West-Konfliktes. Neue (alte) Feindbilder und eine zunehmende Radikalisierung gefährden den Frieden - auch in Europa. Es ist ein Skandal, dass weltweit bei den Ausgaben für soziale Sicherheit gespart wird, die Rüstungsausgaben aber weltweit steigen", so Foglar. Die Mittel, die für Waffen ausgegeben werden, fehlen bei dringend notwendigen Ausgaben für Bildung, Pflege oder Soziales - "Aufrüstung tötet auch ohne Krieg". ****

ÖGB-Achitz: Atomare Abrüstung, soziale Aufrüstung

Der ÖGB bekennt sich seit seiner Gründung zur Sicherung des Weltfriedens. Zum Frieden gehört aber auch der soziale Frieden, so Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: "Zu viele Kriege wurden ausgelöst durch soziale Konflikte, durch Armut, Elend und Hunger -also durch ungerecht verteilten Wohlstand, sowohl innerhalb der Länder als auch zwischen den Staaten. Eine friedliche Welt braucht Verteilungsgerechtigkeit, Bildung, und Demokratie. Neben der Vernichtung der Massenvernichtungswaffen ist also eine Politik notwendig, die dafür sorgt, dass Kriege gar nicht mehr entstehen:
atomare Abrüstung, soziale Aufrüstung!"

ÖGJ-Bartl: Abrüstung der Worte und mehr Dialog

Für die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) ist der Hiroshima-Gedenktag Anlass dafür, darauf hinzuweisen, dass Frieden nur durch Dialog entstehen kann, sei es auf Ebene der Nationalstaaten als auch auf gesellschaftlicher Ebene. "Die meisten jungen Menschen in Österreich kennen Krieg nur mehr aus den Medien. Deshalb ist es umso wichtiger, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, über die fatalen Folgen von falschen politischen Entwicklungen zu diskutieren, den Wert der Erinnerungsarbeit hervorzuheben und ihnen klarzumachen, dass Abrüstung nicht nur für Waffen, sondern auch für Worte gelten muss", betont Stefan Bartl, Bundesjugendsekretär der ÖGJ.

SERVICE: Am 6. und 9. August 1945 wurden die ersten beiden Atombomben gegen Menschen eingesetzt. 300.000 Menschen starben unmittelbar danach, bis heute leiden ebenso viele an den Spätfolgen. Die Wiener Friedensbewegung veranstaltet jedes Jahr gemeinsam mit der Hiroshima-Gruppe Wien die traditionelle Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer. Info: www.hiroshima.at (Schluss)

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