- 06.08.2015, 08:54:27
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Foglar zu Hiroshima-Gedenktag: „Aufrüstung tötet auch ohne Krieg“.
Grußbotschaften von ÖGB und Gewerkschaftsjugend
Utl.: Grußbotschaften von ÖGB und Gewerkschaftsjugend =
Wien (OTS) - Vor 70 Jahren, im August 1945, erschütterten die
Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki die Welt. Noch immer
leiden Menschen an den Spätfolgen dieser atomaren Katastrophe. Aus
diesem Anlass spricht sich ÖGB-Präsident Erich Foglar für weitere
Abrüstungsschritte aus. "Mehr als 25 Jahre nach dem Ende des Kalten
Krieges droht eine erneute Verschärfung des Ost-West-Konfliktes. Neue
(alte) Feindbilder und eine zunehmende Radikalisierung gefährden den
Frieden - auch in Europa. Es ist ein Skandal, dass weltweit bei den
Ausgaben für soziale Sicherheit gespart wird, die Rüstungsausgaben
aber weltweit steigen", so Foglar. Die Mittel, die für Waffen
ausgegeben werden, fehlen bei dringend notwendigen Ausgaben für
Bildung, Pflege oder Soziales - "Aufrüstung tötet auch ohne Krieg".
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ÖGB-Achitz: Atomare Abrüstung, soziale Aufrüstung
Der ÖGB bekennt sich seit seiner Gründung zur Sicherung des
Weltfriedens. Zum Frieden gehört aber auch der soziale Frieden, so
Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: "Zu viele Kriege wurden
ausgelöst durch soziale Konflikte, durch Armut, Elend und Hunger -
also durch ungerecht verteilten Wohlstand, sowohl innerhalb der
Länder als auch zwischen den Staaten. Eine friedliche Welt braucht
Verteilungsgerechtigkeit, Bildung, und Demokratie. Neben der
Vernichtung der Massenvernichtungswaffen ist also eine Politik
notwendig, die dafür sorgt, dass Kriege gar nicht mehr entstehen:
atomare Abrüstung, soziale Aufrüstung!"
ÖGJ-Bartl: Abrüstung der Worte und mehr Dialog
Für die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) ist der
Hiroshima-Gedenktag Anlass dafür, darauf hinzuweisen, dass Frieden
nur durch Dialog entstehen kann, sei es auf Ebene der Nationalstaaten
als auch auf gesellschaftlicher Ebene. "Die meisten jungen Menschen
in Österreich kennen Krieg nur mehr aus den Medien. Deshalb ist es
umso wichtiger, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, über die fatalen
Folgen von falschen politischen Entwicklungen zu diskutieren, den
Wert der Erinnerungsarbeit hervorzuheben und ihnen klarzumachen, dass
Abrüstung nicht nur für Waffen, sondern auch für Worte gelten muss",
betont Stefan Bartl, Bundesjugendsekretär der ÖGJ.
SERVICE: Am 6. und 9. August 1945 wurden die ersten beiden Atombomben
gegen Menschen eingesetzt. 300.000 Menschen starben unmittelbar
danach, bis heute leiden ebenso viele an den Spätfolgen. Die Wiener
Friedensbewegung veranstaltet jedes Jahr gemeinsam mit der
Hiroshima-Gruppe Wien die traditionelle Veranstaltung zum Gedenken an
die Opfer. Info: www.hiroshima.at (Schluss)
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