- 05.08.2015, 09:48:15
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Asyl: Universitäten engagieren sich mit einer Vielzahl von Angeboten
Präsident Schmidinger:Zeichen setzen und gesellschaftliche Solidarität unterstützen.
Utl.: Präsident Schmidinger:Zeichen setzen und gesellschaftliche
Solidarität unterstützen. =
Wien (OTS) - "Menschen auf der Flucht sind besonders verletzliche
Mitglieder unserer Gesellschaft, sie brauchen unsere besondere
Unterstützung", so uniko-Präsident-Schmidinger. "Sie befinden sich
derzeit nicht nur in unerträglichen Unterbringungs- und
Versorgungssituationen, sondern auch in großer Angst und Unsicherheit
über ihre Zukunft. Die Universitäten öffnen ihre Türen, um zu helfen,
etwas Stabilität in die Lebenssituationen dieser Menschen zu bringen
und deren Integration zu unterstützen. Es geht aber ebenso um die
Wertschätzung der Fähigkeiten und Kenntnisse, die Asylsuchende
mitbringen. Sie sind teilweise hochgebildet."
Die österreichischen Universitäten engagieren sich mit einer Vielzahl
von Angeboten. Das Spektrum reicht von bereits international
bekannten Projekten wie Magdas Hotel (Akademie der Bildenden Künste)
über Sommerkurse, wie z.B. Informatik-Kurse für minderjährige
Flüchtlinge (TU Wien), Sport- und Fitnessangebote (z.B. Universität
Salzburg, Universität Wien), bis zu dringend benötigten Deutschkursen
(z.B. Universität Klagenfurt, Universität Salzburg, Universität für
Bodenkultur, WU Wien, Universität Wien), die speziell für diese
Zielgruppe konzipiert sind. Kinderbetreuung und Mitarbeit am Campus
wurden der Caritas von der Veterinärmedizinische Universität
angeboten, die Universität Wien konnte über 1000 Tagestickets für die
Kinderuni an Flüchtlingskinder vergeben und ermöglicht minderjährigen
Flüchtlingen die Teilnahme am Uniclub, einem Programm für
Jugendliche. Die Universität für Bodenkultur hat bereits positive
Erfahrung in der Organisation gemeinsamer Aktivitäten wie
Spielnachmittage und Ausflüge. Die WU Wien und ihre Studierenden
arbeiten im Programm Volunteer@wu intensiv mit der Caritas zusammen.
Dazu kommen auch noch Formen der wissenschaftlichen und
künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und
Integration. (z.B. in Form von Projekten wie "Saulamreflux").
"Die Universitäten setzen mit diesen Aktivitäten Zeichen der
Solidarität und mahnen diese von unserer Gesellschaft ein, die leider
von Verunsicherung und fehlenden politischen Konzepten geprägt ist",
betont Schmidinger. Zugleich appelliert er an die verantwortlichen
Politikerinnen und Politiker, "menschenwürdige Lösungen für Asyl und
Zuwanderung zu erwirken."
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