• 31.07.2015, 11:31:38
  • /
  • OTS0063 OTW0063

Asyl: Caritas begrüßt Maßmaßnahmen zur Verbesserung der Flüchtlingssituation

Landau: Jeder Schritt, der hilft, zusätzliche Quartiere zu schaffen und Obdachlosigkeit in Traiskirchen zu beenden, ist ein guter Schritt.

Utl.: Landau: Jeder Schritt, der hilft, zusätzliche Quartiere zu
schaffen und Obdachlosigkeit in Traiskirchen zu beenden, ist
ein guter Schritt. =

Wien (OTS) - In einer ersten Reaktion begrüßt Caritas Präsident
Michael Landau die heute beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der
Unterbringungssituation von schutzsuchenden Kindern und Jugendlichen
auf der Flucht. "Derzeit sind hunderte Mütter und ihre Kinder zur
Obdachlosigkeit in einer Bundesbetreuungseinrichtung verurteilt. Sie
schlafen auf dünnen Decken und unter freiem Himmel. Das ist ein
absolut untragbarer Zustand und einer Republik wie Österreich nicht
würdig. Wir sind als Caritas daher sehr froh, dass hier nun
Maßnahemen gesetzt werden, die dabei helfen können, die Not dieser
Menschen konkret zu lindern. Jeder Schritt, der dabei hilft,
zusätzliche Quartiere und zusätzliche Betten zu schaffen, ist ein
guter Schritt." Dass die Tagsätze für die Betreuung unbegleiteter
minderjähriger Flüchtlinge nun wertangepasst werden soll, wertet die
Caritas als wichtiges Signal. Auch die Bundesländer haben in der
Vergangenheit vermehrt darauf hingewiesen, dass für die Unterbringung
von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen mehr Mittel notwendig
sind. Auch die Tatsache, dass es dem Bund mit einer
Verfassungsbestimmung künftig leichter gemacht werden soll,
zusätzliche Quartiere in den Bundesländern zu schaffen, wird von der
Caritas begrüßt. "Die Österreicherinnen und Österreicher wollen keine
Bilder obdachloser Kinder in Traiskirchen sehen. Sie verlangen zu
Recht Lösungen von der Politik. Beide Maßnahmen können zu einer
wichtigen und längst überfälligen Entlastung des Erstaufnahmezentrums
in Traiskirchen führen." Geht es nach der Caritas sollte die dafür
notwendige Sondersitzung des Nationalrats "besser heute als morgen"
einberufen werden. "Es geht längst nicht mehr um Wochen und Monate,
sondern um Stunden und Tage. Für die Menschen, die auch heute Nacht
wieder unter freiem Himmel übernachten müssen, muss sofort eine
Lösung gefunden werden."

Landau bedankt sich in diesem Zusammenhang auch für die Bereitschaft
Wiens, mit dem heutigen Tag zusätzlich knapp 50 minderjährige Mädchen
bei sich aufzunehmen. "Für diese Solidarität sind wir dankbar. Die
vergangenen Monate haben nicht nur gezeigt, dass zahlreiche
Bürgermeister in ganz Österreich Verantwortung für schutzsuchende
Menschen übernehmen wollen und dabei von Hilfsorganisationen wie der
Caritas unterstützt werden. Die vergangenen Monate haben auch
bewiesen: Die Bevölkerung trägt diese Solidarität und
Mitmenschlichkeit mit. Beispiele wie Horn und Klosterneuburg in
Niederösterreich, Alberschwende in Vorarlberg oder Neudörfl im
Burgenland machen zuversichtlich im Blick nach vorne. Ein
Schulterschluss von Bund, Ländern, Gemeinden und der
Zivilgesellschaft kann dazu führen, dass kein Kind, das vor
Verfolgung, Folter und Tod fliehen musste, in Österreich zur
Obdachlosigkeit verurteilt wird."

Landau appelliert an die Bundesregierung, möglichst viele
BürgermeisterInnen dabei zu unterstützen, ihrer humanitären
Verantwortung gerecht zu werden. "Eine langfristige Lösung im Sinne
der Menschlichkeit kann es ohne die Bereitschaft der Gemeinden nicht
geben. Diese Bereitschaft gehört gestärkt. Ein breiter
Schulterschluss von Bund, Ländern und Gemeinden ist hier unabdingbar.
Denn neben einer notwendigen europäischen Lösung wird es in den
kommenden Monaten und Jahren vor allem auch darum gehen, geflüchteten
Menschen ein Ankommen in Österreich zu ermöglichen. Es geht um
Integrationsmaßnahmen vom ersten Tag an. Mit dieser Aufgabe dürfen
die Länder und Gemeinden nicht allein gelassen werden", so Landau
abschließend.
Die Caritas betreut heute österreichweit mehr als 4.400
AsylwerberInnen im Rahmen der Grundversorgung - knapp die Hälfte
davon in Klöstern und pfarrlichen Einrichtungen. Zusätzlich werden
10.500 Menschen mobil betreut. Die Caritas konnte so in den
vergangenen zwölf Monaten 1.700 zusätzliche Plätze für schutzsuchende
Menschen schaffen. In der mobilen Betreuung werden heute, verglichen
mit Juli 2014, doppelt so viele Menschen versorgt. Landau: "Für die
Zukunft gilt, was auch in den vergangenen Monaten galt: Wir stehen
weiter bereit, um zusätzliche Quartiere zu schaffen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CAR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel