Neues Volksblatt: "Hilfe zur Selbsthilfe" (von Christian Haubner)

Ausgabe vom 18. Juli 2015

Linz (OTS) - Nun ist auch von österreichischer Seite der Weg frei, um über die Details der Griechenland-Hilfe zu verhandeln. Den Weg frei bekommen hat die Regierung im Alleingang. Die Opposition hat es vorgezogen, gegen ein Verhandlungsmandat zu stimmen.
Nachvollziehbar ist das insofern nicht, als es nun die Chance gibt, dem schwer verschuldeten Land nachhaltig auf die Beine zu helfen -und zwar insofern, als es durch die von vielen als hart empfundenen Auflagen gelingen kann, Griechenland endlich zu höchst notwendigen Reformen im Sozial-, im Pensionsbereich und vor allem auf dem Sektor der Verwaltung und der Steuereintreibung zu bewegen.
Dass ein solcher Weg funktioniert, hat Griechenland in der Vergangenheit schon gesehen: Bevor Syriza an die Macht kam, hatte es bereits kleine Früchte erster zaghafter Reformen gegeben. Dann kamen Tsipras und Varoufakis mit weltfremden Versprechen und haben sofort das Ruder herumgerissen, mit den bekannten desaströsen Folgen.
Die Euro-Partnerländer haben in dieser Situation ihre Verantwortung wahrgenommen - auch gegenüber ihren eigenen Steuerzahlern: Natürlich ist die Hilfe teuer. Aber teuer wäre es sowieso geworden. Denn humanitäre Hilfe kostet auch Geld, und um eine solche Hilfe wäre Europa im Fall einer sozialen griechischen Katastrophe nicht herumgekommen. Da ist es besser, man investiert in nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe.

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