• 17.07.2015, 10:49:48
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ARBÖ: Achtung Autofahrer – wieder Vorfälle auf Prager Stadtautobahn gemeldet!

Touristen werden von Betrügern gezielt zum Anhalten gezwungen und um Geld angebettelt.

Utl.: Touristen werden von Betrügern gezielt zum Anhalten gezwungen
und um Geld angebettelt. =

Wien (OTS) - Wie schon vor einigen Jahren kommt es auch heuer wieder
zu "Abzocke"-Aktionen auf den Autobahnen in und rund um Prag (CZ).
Derzeit werden wieder häufig Vorfälle gemeldet, bei welchen
hilfsbereite Autofahrer unter Vortäuschung von falschen Tatsachen,
wie z.B. Unfällen, zum Anhalten bewogen werden. Ein brennendes
Taschentuch unter dem Auto oder ein Wagen, der schräg an der Straße
steht, sollen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wer hier versucht
helfend einzugreifen, muss danach schon mal feststellen, dass Kamera,
Laptop oder Ähnliches fehlen.

Dem ARBÖ-Informationsdienst liegen Meldungen vor, wonach vornehmlich
Touristen aus Österreich oder Deutschland aufgefordert werden, das
Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Wer sich darauf einlässt, sollte
gewarnt sein: es wird vor allem um finanzielle Unterstützung für
Familien gebettelt.

Die Taktiken werden im Vergleich zu den vergangenen Jahren dreister.
Vor kurzem berichtete ein ARBÖ-Mitglied, dass er per Lichthupe dazu
bewegt wurde, anzuhalten. Als er dies dann tat, kam der Fahrer des
ihm folgenden Fahrzeugs zum Seitenfenster und begann von seinen
Kindern im Auto zu sprechen und dass man ihm Geld borgen solle, da er
seine Brieftasche verloren habe.

Matthias Eigl vom ARBÖ-Informationsdienst hat in diese Sache
recherchiert: "Wir haben uns beim tschechischen Autofahrerclub ABA
erkundigt und auch beim österr. Konsulat in Prag. Leider zielen diese
Leute immer wieder auf die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen ab. Das
kann dazu führen, dass man - aus Angst - wirklich in Not geratenen
Autofahrern gar nicht mehr hilft, selbst wenn das bedeuten könnte,
hier für unterlassene Hilfeleistung belangt zu werden. Die Vorfälle
wurden uns hauptsächlich in und rund um Prag gemeldet. Laut Konsulat
häufen sich vor allem in der Sommerzeit diese Vorkommnisse. Wir raten
all jenen, die in solch eine Situation geraten, sich umgehend mit der
örtlichen Polizei unter der Notrufnummer 112 (ohne Vorwahl auch vom
Handy), und mit der österreichischen Botschaft in Verbindung zu
setzen."

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