• 14.07.2015, 12:07:41
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Brandstetter und Mikl-Leitner präsentieren Sicherheitsbericht 2014 im heutigen Ministerrat

Zahl inhaftierter Jugendlicher gesunken, Verfahrensdauer am Tiefststand, Gesamtkriminalität 2014 erneut gesunken und konstant hohe Aufklärungsquote

Utl.: Zahl inhaftierter Jugendlicher gesunken, Verfahrensdauer am
Tiefststand, Gesamtkriminalität 2014 erneut gesunken und
konstant hohe Aufklärungsquote =

Wien (OTS) - Der aktuelle Sicherheitsbericht bestätigt, dass die
Maßnahmen im Bereich des Jugendstrafvollzugs bereits erste Früchte
tragen. So zeigt die Zahl der inhaftierten Jugendlichen seit Anfang
2012 - trotz Schwankungen - einen abnehmenden Trend. Diese
verringerte sich mit Stichtag 1. September 2014 auf 99 Personen,
womit der Anteil inhaftierter Jugendlicher im Vergleich zur
Gesamtheit der Insassen nur noch 1,2 Prozent beträgt. "Die positiven
Entwicklungen im Bereich Jugendstrafvollzug freuen mich besonders.
Denn sie unterstreichen einmal mehr die gute Arbeit der Justiz im
Allgemeinen und der Jugend Taskforce im Speziellen", sagte
Justizminister Dr. Wolfgang Brandstetter im heutigen Ministerrat. Um
der Inhaftierung von Jugendlichen entgegenzuwirken, wurden bereits
zahlreiche Maßnahmen gesetzt: Seit November 2014 werden die
Sozialnetzkonferenzen bundesweit angeboten, die dabei helfen sollen,
die Untersuchungshaft zu verkürzen. Zusätzlich können Jugendliche
seit Jahresbeginn alternativ zur U-Haft auch in betreuten
Wohngemeinschaften untergebracht werden. Und in Graz wird derzeit die
Jugendgerichtshilfe als Modellprojekt erprobt.

Ein weiterer erfreulicher Trend aus dem Sicherheitsbericht bezieht
sich auf die Verfahrensdauer. Diese verkürzte sich in den vergangenen
Jahren sowohl bei bezirksgerichtlicher als auch bei
landesgerichtlicher Zuständigkeit kontinuierlich und beträgt 2014
bundesweit im Median 1,1 Monate. "Dies zeigt, dass wir laufend daran
arbeiten, die österreichische Justiz effizienter zu machen", sagte
Bundesminister Brandstetter.

"Der Bericht zeigt, dass die Gesamtkriminalität in Österreich 2014
erneut gesunken ist und einen neuen Tiefstand der letzten zehn Jahre
erreicht hat. Das ist der Erfolg aller Polizistinnen und Polizisten
die täglich für die Sicherheit der Menschen in unserem Land im
Einsatz sind", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.
Wurden im Jahr 2005 noch über 604.000 Fälle und 2013 noch über
546.000 Fälle zur Anzeige gebracht, waren es 2014 527.692 Anzeigen.
Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 18.704
Anzeigen (- 3,4 Prozent). Seit 2010 konnte die Aufklärungsquote von
über vierzig Prozent gehalten werden.

Der Sicherheitsbericht 2014 dokumentiert auch einen Rückgang von
Kfz-Diebstählen, weniger Anzeigen gegen Cyber-Kriminalität und eine
konstant hohe Aufklärungsquote bei Gewaltdelikten. Die Zahl der
Kfz-Diebstähle in Österreich ist seit fünf Jahren konstant niedrig
und hat im Jahr 2014 mit 3.347 als gestohlen gemeldeten
Kraftfahrzeugen (Lastkraftwägen, Personenkraftwägen und Krafträder)
einen Tiefstand erreicht. Der Rückgang von 2013 auf 2014 beträgt 13,8
Prozent.

2014 ist auch die Zahl der Anzeigen wegen Cybercrime zurückgegangen:
Mit einem Rückgang von 10,8 Prozent sind sie deutlich unter die
10.000er-Marke gesunken. 2014 waren es 8.966 Anzeigen (2013: 10.051
Anzeigen).

Die Aufklärungsquoten bei Gewaltdelikten sind in Österreich konstant
hoch. 2014 erreichte sie mit 82,8 Prozent einen Höchstwert des
letzten Jahrzehnts. Bei über 61 Prozent der begangenen Taten gab es
eine Beziehung zwischen Täter und Opfer.

Im Jahr 2014 sind Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser um 3,4
Prozent auf 17.109 Anzeigen geringfügig angestiegen (2013: 16.548
Fälle). Im Jahr 2005 lag die Fallanzahl noch über 21.000.

Bei vorsätzlicher Tötung und Körperverletzung als auch bei Delikten
gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung sind die
Anzeigenzahlen gesunken: 107 Fälle vorsätzlicher Tötung (davon 38
vollendete Taten und 69 Versuche) wurden 2014 in Österreich
angezeigt. Dies bedeutet einen Rückgang von 31,8 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr. Auf die vorsätzliche Körperverletzung entfallen 37.659
Anzeigen, was einem Rückgang von 4,7 Prozent gegenüber 2013
entspricht (2013: 39.525 Anzeigen).

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