• 13.07.2015, 14:33:10
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  • OTS0119 OTW0119

ÖH zu Universitätsgesetznovelle

Nein zu Verlängerung der Zugangsbeschränkungen und STEOP

Utl.: Nein zu Verlängerung der Zugangsbeschränkungen und STEOP =

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH)
kritisiert die von Wissenschaftsminister Mitterlehner in Begutachtung
geschickte Novelle zum Universitätsgesetz. Die neoliberale
Bildungspolitik der Bundesregierung wird auch mit dieser Novelle
weiter fortgeführt. Es braucht endlich eine Ausfinanzierung der
Hochschulen und eine echte Studieneingangs- und Orientierungsphase.

Eine Ausweitung und Verlängerung der Zugangsbeschränkungen ist
entschieden abzulehnen. "Dass Zugangsbeschränkungen nur
oberflächliche Symptombekämpfung sind, haben die letzten Jahre
gezeigt. Dennoch beharrt das Wissenschaftsministerium auf einer
Weiterführung dieser unfairen Hürden", so Philip Flacke vom
Vorsitzteam der ÖH. Dass davon abgesehen wird Chemie, wie
ursprünglich geplant, ebenfalls zu beschränken, beurteilt Flacke
positiv: "Die Idee ein Fach zu beschränken, für das vor nicht allzu
langer Zeit noch Werbung gemacht wurde war ja von Anfang an absurd."

Die Studieneingangs- und Orientierungsphase gehört endlich
grundlegend reformiert. Weg von einer weiteren Zugangsbeschränkung
und hin zu einer echten Orientierungsphase.
Laut Mitterlehner soll die bestehende STEOP neu ausgestaltet werden.
Ein Schritt in die richtige Richtung sind sicherlich eine Art
"Vorziehregelung" bei der noch Absolvierung der STEOP weiterführende
Lehrveranstaltungen im Ausmaß von bis zu zehn ECTS-Punkten absolviert
werden dürfen, für den Beihilfenbezug allerdings zu wenig, und dass
es nun endlich keine Sonderregelungen bei Prüfungsantritten in der
STEOP mehr gibt.

"Abzuwarten bleibt, ob die Universitäten die Vorgaben auch endlich so
umsetzen, dass die STEOP nicht mehr zum Hinausprüfen genutzt wird",
zeigt sich Flacke besorgt. Das Projekt STEOP Watch der ÖH
Bundesvertretung zeigt, dass die Studieneingangs- und
Orientierungsphase keinerlei Effekt auf die tatsächlichen
Verhältnisse auf den Hochschulen hat, sondern lediglich die
Studierenden stresst. Die psychische Belastung für Studierende am
Anfang des Studiums steigt somit immer mehr. Eine Weiterführung
dieser Art von Zugangsbeschränkungen ist für die ÖH daher ebenfalls
abzulehnen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHO

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