- 10.07.2015, 08:30:01
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- OTS0007 OTW0007
Schönfärben in gewohnter Manier
Sind die Pensionskassen wirklich gut unterwegs?
Utl.: Sind die Pensionskassen wirklich gut unterwegs? =
Wien (OTS) - Erwartungsgemäß gibt es wieder (OTS0073 v.9.7.) eine
positive Halbjahrersbilanz der Pensionskassen(PK). Abgesehen davon,
dass Jahreszwischenergebnisse, wie Pekabe immer wieder feststellt,
für die geplagten Pensionsempfänger keine Relevanz haben, könnten sie
an sich zumindest einen Trend aufzeigen. Aber der ist diesmal
negativ:
Die Behauptung, dass die PK mit dem Halbjahresergebnis von 4,25%
auf einem sehr guten Weg sind, ist jedenfalls mehr als kühn: Im
ersten Quartal lag die Performance immerhin lt. ÖKB Durchschnitt über
alle PK schon bei 6%, also um 29% über dem Wert per Ende Juni, und
bei den Hauptversammlungen im Juni - z.B. bei der VBV - wurde ein
weiterer Anstieg seit Ende März um etwa 1,5% bejubelt.
Demgegenüber ist der "Absturz" ziemlich sicher erst in den letzten
Juni-Tagen passiert und wahrscheinlich schaut es jetzt noch
schlechter aus. Börsenabsturz in China und das allgegenwärtige
Griechenland-Desaster lassen die schlimmsten Befürchtungen zu.
Ist doch die YTD-Performance per Mitte Juni von ca. 7,5% innerhalb
weniger Tage um mehr als 40% auf 4,25% per Ende Juni eingebrochen.
Wie man bei diesen Rahmenbedingungen ein Ergebnis von 5,71%
(langjähriger Durchschnitt) erreichen will, wissen hoffentlich die
Veranlagungsverantwortlichen in den einzelnen PK, aus leidvoller
Erfahrung müssen wir das jedoch bezweifeln.
Apropos langjähriger Durchschnitt: hier wird immer mit einem Wert
agiert, der die Hochzinsphase mit geringem Pensionskassenkapital in
den 1990iger Jahren - also vor der Euroeinführung und den
Maastricht-Kriterien - in unzulässiger Weise mit der Realität ab 2000
"mathematisch vermengt".
Auch der Vergleich der PK-Performance mit den aktuellen Renditen
klassischer Sparformen ist übrigens unzulässig, da von der
Performance der PK der jeweilige Rechenzins(RZ) sowie die Kosten der
Längerlebigkeit und der Vermögensverwaltung abgezogen werden - das
gibt bei den unrealistisch überhöhten RZ von bis zu 6,5% bereits
jetzt ein sattes Minus für die Pensionsansprüche ab 2016 !
PEKABE (www.pekabe.at) wurde 2005 gegründet, um die Interessen der
derzeit 840.000 österreichischen Pensionskassenberechtigten in der
Öffentlichkeit zu vertreten. Schließlich hat es für viele Betroffene
in den letzten 10 Jahren bereits Pensionskürzungen bis zu 50 %
gegeben, Verluste, die absolut unaufholbar sind. Die
Pensionskassengesetznovelle 2012, nicht einmal sie wäre ohne
Betreiben des Pekabe zustande gekommen, hat hier keine wesentliche
Besserung gebracht, das System ist noch lange nicht als saniert und
somit brauchbare Ergänzung zur staatlichen Pension anzusehen.
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