• 08.07.2015, 13:12:04
  • /
  • OTS0147 OTW0147

Rädler: Kirche soll mehr Häuser für Flüchtlinge öffnen

ÖVP-Integrationssprecher wünscht mehr Engagement der Kirche bei Unterbringung von Flüchtlingen

Utl.: ÖVP-Integrationssprecher wünscht mehr Engagement der Kirche
bei Unterbringung von Flüchtlingen =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Mehr Engagement von Seiten der Kirchen bei der
Unterbringung von Flüchtlingen wünscht sich ÖVP-Integrationssprecher
Abg. Johann Rädler. In Österreich stünden hunderte Klöster, Heime,
ehemalige Pfarrhöfe und sonstige Gebäude ganz oder größtenteils leer.
Dort wäre für viele Menschen Platz, die auf der Flucht vor Krieg und
Verfolgung sind. "Das wäre nicht nur eine menschliche Maßnahme,
sondern vor allem eine christliche Verpflichtung, um angesichts des
derzeitigen Flüchtlings-Ansturms ärgste Not und Bedrängnis zu
lindern", so Rädler.

Natürlich müsse das Problem langfristig mit europäischen Lösungen und
Quoten bewältigt werden, aber angesichts der prekären Lage in
Traiskirchen müsste rasch vor Ort geholfen werden. Viele - "leider
bei weitem nicht alle" - Bürgermeister hätten rasch geholfen. Vor
allem aber das Innenministerium tue, was es könne, ohne lange
bürokratische Verfahren abzuwarten. "Ähnliches erwarte ich mir von
den kirchlichen Entscheidungsträgern in der aktuell zweifelsfrei
gegebenen Notsituation, was die temporäre Unterbringung von
Flüchtlingen betrifft", so der ÖVP-Integrationssprecher.

Kirchliche Immobilien dafür zur Verfügung zu stellen sei mit
Sicherheit im ureigensten Sinn dieser Einrichtungen. Dies umso mehr,
als die Zahl der Priester in den letzten Jahrzehnten deutlich
gesunken sei und viele Pfarrgebäude daher nicht mehr gebraucht
werden. Gleiches gelte für die meisten Klöster, in denen es keine
oder kaum noch Ordensschwestern und -brüder gäbe. "Allein in meinem
Wahlkreis Wiener Neustadt stehen zahlreiche kirchliche Gebäude leer",
so Rädler. Es würde also niemand verdrängt oder eingeschränkt, wenn
Flüchtlinge aufgenommen werden.

"Das, was die Caritas leistet, ist großartig", so Rädler, "aber die
Kirche könnte und müsste noch viel mehr tun. Außergewöhnliche
Herausforderungen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen und die Kirche
hat die Möglichkeiten dazu, sprich: die nötigen Räumlichkeiten." Der
ÖVP-Integrationssprecher appelliert daher an alle kirchlichen
Entscheidungsträger, vom Kardinal bis zu jedem einzelnen
Gemeinde-Pfarrer, aber auch an die involvierten kirchlichen
Laienvertreter, rasch zu helfen und nicht vor organisatorischen
Problemen zurückzuschrecken. Nächstenliebe sei über 2000 Jahre das
"Erfolgsrezept" des Christentums gewesen, Menschen in Not Herberge zu
geben ein wichtiger und deutlicher Ausdruck dieser Nächstenliebe.

Nun gelte es einmal mehr, diese Nächstenliebe tatkräftig unter Beweis
zu stellen, so Rädler, der als Bürgermeister von Bad Erlach ebenfalls
Platz für Kriegsflüchtlinge geschaffen hat.
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel