Rädler: Kirche soll mehr Häuser für Flüchtlinge öffnen

ÖVP-Integrationssprecher wünscht mehr Engagement der Kirche bei Unterbringung von Flüchtlingen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Mehr Engagement von Seiten der Kirchen bei der Unterbringung von Flüchtlingen wünscht sich ÖVP-Integrationssprecher Abg. Johann Rädler. In Österreich stünden hunderte Klöster, Heime, ehemalige Pfarrhöfe und sonstige Gebäude ganz oder größtenteils leer. Dort wäre für viele Menschen Platz, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sind. "Das wäre nicht nur eine menschliche Maßnahme, sondern vor allem eine christliche Verpflichtung, um angesichts des derzeitigen Flüchtlings-Ansturms ärgste Not und Bedrängnis zu lindern", so Rädler.

Natürlich müsse das Problem langfristig mit europäischen Lösungen und Quoten bewältigt werden, aber angesichts der prekären Lage in Traiskirchen müsste rasch vor Ort geholfen werden. Viele - "leider bei weitem nicht alle" - Bürgermeister hätten rasch geholfen. Vor allem aber das Innenministerium tue, was es könne, ohne lange bürokratische Verfahren abzuwarten. "Ähnliches erwarte ich mir von den kirchlichen Entscheidungsträgern in der aktuell zweifelsfrei gegebenen Notsituation, was die temporäre Unterbringung von Flüchtlingen betrifft", so der ÖVP-Integrationssprecher.

Kirchliche Immobilien dafür zur Verfügung zu stellen sei mit Sicherheit im ureigensten Sinn dieser Einrichtungen. Dies umso mehr, als die Zahl der Priester in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken sei und viele Pfarrgebäude daher nicht mehr gebraucht werden. Gleiches gelte für die meisten Klöster, in denen es keine oder kaum noch Ordensschwestern und -brüder gäbe. "Allein in meinem Wahlkreis Wiener Neustadt stehen zahlreiche kirchliche Gebäude leer", so Rädler. Es würde also niemand verdrängt oder eingeschränkt, wenn Flüchtlinge aufgenommen werden.

"Das, was die Caritas leistet, ist großartig", so Rädler, "aber die Kirche könnte und müsste noch viel mehr tun. Außergewöhnliche Herausforderungen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen und die Kirche hat die Möglichkeiten dazu, sprich: die nötigen Räumlichkeiten." Der ÖVP-Integrationssprecher appelliert daher an alle kirchlichen Entscheidungsträger, vom Kardinal bis zu jedem einzelnen Gemeinde-Pfarrer, aber auch an die involvierten kirchlichen Laienvertreter, rasch zu helfen und nicht vor organisatorischen Problemen zurückzuschrecken. Nächstenliebe sei über 2000 Jahre das "Erfolgsrezept" des Christentums gewesen, Menschen in Not Herberge zu geben ein wichtiger und deutlicher Ausdruck dieser Nächstenliebe.

Nun gelte es einmal mehr, diese Nächstenliebe tatkräftig unter Beweis zu stellen, so Rädler, der als Bürgermeister von Bad Erlach ebenfalls Platz für Kriegsflüchtlinge geschaffen hat.
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