• 07.07.2015, 11:44:10
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HCB-Deponie-Gipfel: Greenpeace mahnt BürgerInnenbeteiligung ein

Deponiesanierung darf zu keiner weiteren Pannenserie werden

Utl.: Deponiesanierung darf zu keiner weiteren Pannenserie werden =

Wien (OTS) - Im Vorfeld des morgen in Klagenfurt stattfindenden,
zweiten Gipfels zur Sanierung der Giftmülldeponie in Brückl, mahnt
Greenpeace eine professionelle BürgerInnenbeteiligung in der
betroffenen Region ein.

"Die gegebene Dringlichkeit der Deponiesanierung darf nicht zu dazu
führen, dass auf die Menschen im Görtschitztal vergessen wird. Es
muss Zeit für eine BürgerInnenbeteiligung sein!", appelliert Herwig
Schuster, Chemiker bei Greenpeace CEE in Österreich, und fordert für
die Menschen im Tal ein professionelles, neutrales
Mediationsverfahren, das schnellstmöglich gestartet werden muss.
"Nach der akuten Frage der Verwertung, muss man sich in weiterer
Folge auch mit der Klärung der Schadensersatzleistungen
auseinandersetzen", so Schuster weiter.

Unter der Bedingung zahlreicher zu erfüllender Voraussetzungen stuft
der Chemiker die Verwertung eines Teils des gifthaltigen Blaukalks in
einem Zementwerk weiterhin als eine in Erwägung zu ziehende
Möglichkeit ein. "Wir erwarten, dass man auch auf diesem Gipfel zum
Schluss kommen wird, dass die Beteiligung österreichischer
Zementwerke an der Deponiesanierung die bestmögliche Lösung ist.
Gerade deswegen darf kein weiterer Fehler mehr passieren - weder in
technischer, noch in rechtlicher und vor allem nicht in sozialer
Hinsicht", erklärt der Greenpeace-Sprecher.

Greenpeace hat bereits beim ersten Deponie-Gipfel im April dreizehn
Voraussetzungen vorgelegt, die erfüllt sein müssen, damit der giftige
Blaukalk ökologisch vertretbar verwertet werden kann. "Um weiteren
ökologischen Katastrophen vorzubeugen, darf die Verwertung im
Zementwerk nur unter strikter Einhaltung einer Reihe von essentiellen
Kriterien erfolgen", so der Chemiker. Diese reichen von umfassender
HCB-Analytik auf der Deponie, im Zementwerkseingang, im Rauchgas
sowie in der Umgebung über eine umfassende Information der
Öffentlichkeit bis hin zu zahlreichen behördlichen Auflagen, die
entsprechend streng kontrolliert werden müssen. Eine Gesamtauflistung
finden Sie unter http://bit.ly/1JRaGqQ

Hinweis an MedienvertreterInnen:

Herwig Schuster wird auch beim Gipfel morgen, am 8. Juli 2015 in
Klagenfurt anwesend und im Anschluss für Medienanfragen verfügbar
sein.

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