• 07.07.2015, 08:30:01
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  • OTS0007 OTW0007

Nachlese zu 25 JAHRE Pensionskassen in Österreich

Die Forderungen des PEKABE an die Politik

Utl.: Die Forderungen des PEKABE an die Politik =

Wien (OTS) - Zur kritischen Bestandsaufnahme des PEKABE (OTS0007
v.2.7.) und dem erwartungsgemäß unkritischen Selbstlob der
Pensionskassen (OTS0229 v.2.7.) zum Jubiläum ist abschließend
festzustellen:
Der Geburtsfehler des österreichischen Pensionskassensystems, bedingt
durch Willfährigkeit des Gesetzgebers gegenüber starken Lobbygruppen
aus der Wirtschaft, hängt dem System mit der Tatsache nach, dass rund
300.000 Pensionisten und Pensionsanwärter bis zu 50% ihrer legitimen
Pensionsansprüche unwiederbringlich und unaufholbar verloren haben.
Die Pensionskassenreform 2012 hat außer Kosmetik kaum etwas zur
Verbesserung des Systems beigetragen. Im Sinne des damaligen O-Tons
"Nach der Reform ist vor der Reform" aus dem Mund des
Sozialministers, der damit die Notwendigkeit einer Sanierung des
Systems offiziell außer Frage gestellt hat, sei daran erinnert, dass
die Sanierung des Pensionskassenwesens im aktuellen
Koalitionsabkommen der Bundesregierung als Absichtserklärung
verankert ist.
Aus Sicht des PEKABE, des Schutzverbandes der
Pensionskassenberechtigten, geht es dabei um folgende wesentliche
Forderungen
1. VORWEGBESTEUERUNG von Pensionen aus Pensionskassen und
betrieblicher Kollektivversicherung als optionales DAUERRECHT für
alle Leistungsberechtigten ab Pensionszahlungsbeginn unter Anwendung
des Halbsteuersatzes und danach komplett steuerfreie Auszahlung der
Pension.
2. Abschaffung der Viertelbesteuerung und damit komplette
STEUERFREIHEIT für alle Zusatzpensionen aus echten
Arbeitnehmerbeiträgen sowie gem. §48a und §48b umgewandelten
Arbeitgeberbeiträgen.
3. Einführung einer neuen MINDESTERTRAGSGARANTIE, die diesen Namen
auch verdient, für alle beitragsorientierten Pensionskassenverträge
und zwar OHNE PENSIONSKÜRZUNGEN und OHNE KOSTEN
(Mindestertragsrücklage) für die Berechtigten.
4. Optionale Verzichtsmöglichkeit auf die Dotierung der
SCHWANKUNGS-RÜCKSTELLUNG ab Pensionszahlungsbeginn als DAUERRECHT für
alle Leistungsberechtigten sowie für alle Anwartschaftsberechtigten
5. Deutliche Anhebung der Bagatellgrenze von derzeit 10.000 Euro für
die optionale steuerfreie / steuerbegünstigte AUSZAHLUNG des noch
vorhandenen Deckungskapitals.

PEKABE - der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten - hält
abschließend zum 25.Geburtstag des österreichischen
Pensionskassenwesens fest:
"Es ist nicht alles Gold, was glänzt oder zu glänzen scheint".
Der bisher eingetretene Schaden für hunderttausende Betroffene kann
leider nicht mehr gutgemacht werden, sinnvolle Verbesserungen können
jedoch für die Zukunft das Debakel zumindest eingrenzen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKB

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