• 03.07.2015, 12:08:57
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Haubner zu Pensionen: Problem nicht schönreden

Schluss mit Schönrederei - Augen vor Problem Pensionen nicht verschließen – Jetzt Maßnahmen setzen - Frauenpensionsantrittsalter rauf, Lohnnebenkosten runter

Utl.: Schluss mit Schönrederei - Augen vor Problem Pensionen nicht
verschließen – Jetzt Maßnahmen setzen -
Frauenpensionsantrittsalter rauf, Lohnnebenkosten runter =

Wien (OTS) - Angesichts der heute vom Sozialminister veröffentlichten
Pensionszahlen möchte Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner
festhalten: "Die von Minister Hundstorfer dargestellte, positive
Entwicklung beim Pensionsantrittsalter erweist sich leider einmal
mehr als Trugschluss. Bis 2013 wurden Personen unter 50, die eine
befristete Invaliditätspension bezogen haben, als Pensionisten
gezählt. Seit dem Vorjahr beziehen diese Personen statt einer
Pensionsleistung, ein Rehabilitations- oder Umschulungsgeld und
werden nicht mehr in die Statistik eingerechnet obwohl sie das
Pensionsbudget belasten. Dies führt bei einer unbereinigten
Betrachtung statistisch zu einem Anstieg des Pensionsantrittsalters.
Schluss also mit den Tricks und her mit richtigen Reformen und
ehrlichen Zahlen!" Österreich hat ein PProblem bei den
Pensionsausgaben, auch wenn es der Sozialminister und die AK nicht
wahrhaben wollen: Allein von 2013 bis 2019 steigt der Anteil der
Pensionsausgaben an den gesamten Ausgaben von 24,4 auf 29,7 Prozent.
Laut OECD wird sich dieser Trend fortsetzen. In 2030 werden die
Pensionsausgaben einen BIP-Anteil von 16,7 Prozent erreichen und auf
diesem Niveau bis 2040 verweilen. "Hören wir also bitte mit der
Schönrederei auf und sehen wir den Tatsachen ins Auge. Wir müssen
jetzt handeln, sonst laufen die Kosten weiter aus dem Ruder", so
Haubner.

Statt weiter abzuwarten und sich jede Statistik mühsam
zurechtzubiegen, muss jetzt zügig gehandelt werden: "Die Wurzel des
Problems ist, dass unser Pensionssystem nicht auf die Alterung
vorbereitet ist. Was wir also brauchen, ist eine rasche Anhebung des
Frauenpensionsantrittsalters und eine Schließung der Schlupflöcher
bei Frühpensionen. Außerdem muss das generelle Pensionsantrittsalter
der gestiegenen Lebenserwartung in Österreich angepasst werden. Wenn
die Menschen länger in Beschäftigung bleiben wirkt sich das nicht nur
positiv auf die Wirtschaft sondern auch in weitere Folge auf die
Pension der Arbeitnehmer aus. Davon haben alle etwas." Für die
Förderung der Beschäftigung der Generation 50+ müssten zudem weitere
Anreize geschaffen werden. "Der Ausbau der Eingliederungshilfen hat
sich rentiert. Jetzt müssen wir noch weitere Anreize schaffen. Zudem
brauchen wir eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten. Nur wenn wir
unsere Betriebe nachhaltig entlasten können wir den
Beschäftigungsmotor wieder zum Laufen bringen", so Haubner.

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