Asyl - LH Kaiser: Zelte dürfen keine Dauerlösung sein

Innenministerin Mikl-Leitner öffnet Polizeikaserne Krumpendorf für Zelte - Langfristige Lösung nur international möglich

Klagenfurt (OTS/LPD) - Zelte als Herbergen für Kriegsflüchtlinge dürfen keine Dauerlösung sein. Wir alle, die EU, Bund, Länder, Bezirke, Gemeinden, NGO´s, Kirchen, sind in dieser Ausnahmesituation gefordert, alles zu tun, Menschen, die auf der Flucht vor Mord, Vergewaltigung und Tyrannei bei uns Schutz suchen, menschenwürdig vorübergehend unterzubringen".

Mit diesen Worten reagierte Flüchtlingsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser auf die heutige Ankündigung von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in der Polizeikaserne Krumpendorf rund 200 Flüchtlinge in 30 Zelten unterzubringen.

Die Innenministerin habe dafür von ihrem Recht Gebrauch gemacht, diese Zuweisung kurzfristig in Alleinverantwortung durchzusetzen. Grund dieser ministeriellen Maßnahme ist das dramatisch überfüllte Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, wo Flüchtlinge, Frauen und Kinder, unter freiem Himmel schlafen müssen.

"Wir bemühen uns täglich, Quartiere zu finden und die benötigten Plätze zu schaffen. Es ist aber schier unmöglich, das in dem Tempo zu schaffen, mit dem die Zahl der Flüchtlinge, die nach Österreich kommen, zunimmt", unterstrich Kaiser abermals die Notwendigkeit einer europäischen Lösung und kritisiert gleichzeitig jene EU-Staaten, die sich weigern, eine entsprechende Anzahl von Flüchtlingen aufzunehmen. Abschließend wies Kaiser in dem Zusammenhang darauf hin, dass in der Frage nach dem Verteilerquartier in Kärnten das Bundeministerium für Inneres (BMI) alle Vorschläge aus Kärnten bis dato abgelehnt habe. (Schluss)

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