Bundesjugendvertretung: Bildungsreform darf nicht an Ländern scheitern!

Statt Beharren auf Zuständigkeiten müssen Interessen der SchülerInnen berücksichtigt werden.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) kritisiert das Verhalten der Ländervertreter in der Arbeitsgruppe zur Bildungsreform: "Eine längst überfällige Bildungsreform darf nicht an den Bundesländern scheitern. Mit dem protesthaften Austritt aus der Arbeitsgruppe haben die Landeshauptleute Erwin Pröll und Hans Niessl gezeigt, worum es ihnen vorrangig geht: um ihre eigenen Interessen", bedauert BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.

Die BJV hofft, dass die personellen Veränderungen der Diskussion neuen Schwung verleihen: "Wir erwarten uns, dass die neuen Ländervertreter vom Beharren auf ihren Zuständigkeiten abrücken und stattdessen das Wohl der Kinder und Jugendlichen im Blick haben", so Tradinik.
Reformbedarf gibt es aus Sicht der BJV mehr als genug, ergänzt die Vorsitzende: "Schulfächer und Unterrichtsformen müssen mit der Zeit gehen. Wir brauchen mehr Raum für individuelle Förderung, neue Lernformen sowie die ganztägige verschränkte Schule. Sitzenbleiben und ein starrer Stundenplan müssen der Vergangenheit angehören. Es braucht endlich große Veränderungen, die auch in den Klassenzimmern ankommen!"

Zur Frage der Verwaltung spricht sich die BJV für mehr Handlungskompetenzen des Bundes bei gleichzeitiger Autonomie an den Schulstandorten aus, wodurch auch mehr Ressourcen für den Bildungsbereich freigemacht werden könnten.
"Insgesamt muss in dieser Debatte besonders die Stimme der SchülerInnen einbezogen werden. Als gesetzliche Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen bringen wir uns gerne in den Reformprozess ein. Denn nur wenn auch junge Menschen mitwirken, kann eine zukunftsträchtige Bildungsreform gelingen", appelliert die Vorsitzende abschließend.

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