• 02.07.2015, 13:35:16
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Bildungsministerin Heinisch-Hosek und Kanzleramtsminister Ostermayer: Arbeit an Bildungsreform wird fortgesetzt

Ergebnis soll auch nach Ausscheiden der Landeshauptleute Pröll und Niessl aus der Reformarbeitsgruppe bis November vorliegen

Utl.: Ergebnis soll auch nach Ausscheiden der Landeshauptleute Pröll
und Niessl aus der Reformarbeitsgruppe bis November vorliegen =

Wien (OTS) - "Bei der Regierungsklausur in Krems haben wir uns darauf
geeinigt, bis zum November eine Grundlage für einen Beschluss im
Ministerrat zu finden, um damit die Weichen für die Bildungsreform zu
stellen. Ich bedaure, dass nun zwei Landeshauptleute die
Arbeitsgruppe mitten im Diskussionsprozess verlassen haben, die
inhaltliche Arbeit wird aber weitergehen", sagte Bildungsministerin
Gabriele Heinisch-Hosek heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz
mit Kanzleramtsminister Josef Ostermayer.

"In Österreich sind wir uns alle einig, dass wir eine Schule
brauchen, in der Kinder sich wohlfühlen, den ganzen Tag betreut und
damit optimal pädagogisch versorgt werden können. Wir sind uns auch
darin einig, dass die Schulen mehr Autonomie erhalten sollen, mehr
Freiraum beim Lehrplan, bei der Zeitgestaltung und der
Personalauswahl", sagte Heinisch-Hosek. Wichtig sei zudem die
Aufwertung der Elementarpädagogik. "Bei allen Experten, auch bei den
Ländervertretern, ist so etwas wie Aufbruchsstimmung erkennbar. Wir
müssen natürlich auch über die Strukturen reden, wie wir die
Verwaltung effizienter, einfacher und vielleicht auch günstiger
gestalten können. Doch die Frage, wer wen verwaltet, ist zwar
wichtig, kommt für mich aber erst am Schluss der Verhandlungen.
Oberste Priorität haben Kinder, Eltern und Lehrer."

"Wir sind bisher bei der Arbeit für die Bildungsreform gut
vorangekommen. Ich war daher überrascht, dass nun zwei
Landeshauptleute nicht mehr weiterarbeiten wollen. Erfreulich ist,
dass sich nach dem Ausscheiden von Landeshauptmann Niessl nun der
Wiener Landeshauptmann Häupl sofort bereit erklärt hat, in dieser
Reformkommission mitzuwirken", sagte Minister Ostermayer. "Denn es
liegt noch einiges an Diskussion über organisatorische Fragen wie
Personalautonomie oder dienstrechtliche Fragen beim Ausbau von
ganztägigen Schulformen vor uns. Gerade bei den Strukturfragen werden
wir im Parlament eine Zweidrittelmehrheit brauchen, darin liegt die
Herausforderung."

Beide Minister betonten abschließend, dass die Arbeit am Reformpapier
weitergehe und dieses im November dem Ministerrat vorgelegt werden
solle.

Fotos von dieser Pressekonferenz sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

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