Bildungsministerin Heinisch-Hosek und Kanzleramtsminister Ostermayer: Arbeit an Bildungsreform wird fortgesetzt

Ergebnis soll auch nach Ausscheiden der Landeshauptleute Pröll und Niessl aus der Reformarbeitsgruppe bis November vorliegen

Wien (OTS) - "Bei der Regierungsklausur in Krems haben wir uns darauf geeinigt, bis zum November eine Grundlage für einen Beschluss im Ministerrat zu finden, um damit die Weichen für die Bildungsreform zu stellen. Ich bedaure, dass nun zwei Landeshauptleute die Arbeitsgruppe mitten im Diskussionsprozess verlassen haben, die inhaltliche Arbeit wird aber weitergehen", sagte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz mit Kanzleramtsminister Josef Ostermayer.

"In Österreich sind wir uns alle einig, dass wir eine Schule brauchen, in der Kinder sich wohlfühlen, den ganzen Tag betreut und damit optimal pädagogisch versorgt werden können. Wir sind uns auch darin einig, dass die Schulen mehr Autonomie erhalten sollen, mehr Freiraum beim Lehrplan, bei der Zeitgestaltung und der Personalauswahl", sagte Heinisch-Hosek. Wichtig sei zudem die Aufwertung der Elementarpädagogik. "Bei allen Experten, auch bei den Ländervertretern, ist so etwas wie Aufbruchsstimmung erkennbar. Wir müssen natürlich auch über die Strukturen reden, wie wir die Verwaltung effizienter, einfacher und vielleicht auch günstiger gestalten können. Doch die Frage, wer wen verwaltet, ist zwar wichtig, kommt für mich aber erst am Schluss der Verhandlungen. Oberste Priorität haben Kinder, Eltern und Lehrer."

"Wir sind bisher bei der Arbeit für die Bildungsreform gut vorangekommen. Ich war daher überrascht, dass nun zwei Landeshauptleute nicht mehr weiterarbeiten wollen. Erfreulich ist, dass sich nach dem Ausscheiden von Landeshauptmann Niessl nun der Wiener Landeshauptmann Häupl sofort bereit erklärt hat, in dieser Reformkommission mitzuwirken", sagte Minister Ostermayer. "Denn es liegt noch einiges an Diskussion über organisatorische Fragen wie Personalautonomie oder dienstrechtliche Fragen beim Ausbau von ganztägigen Schulformen vor uns. Gerade bei den Strukturfragen werden wir im Parlament eine Zweidrittelmehrheit brauchen, darin liegt die Herausforderung."

Beide Minister betonten abschließend, dass die Arbeit am Reformpapier weitergehe und dieses im November dem Ministerrat vorgelegt werden solle.

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