- 02.07.2015, 10:53:59
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Offener Brief an die Innenministerin zu den Kürzungen beim Zivildienst
Offener Brief der Bundesjugendvertretung an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.
Utl.: Offener Brief der Bundesjugendvertretung an Innenministerin
Johanna Mikl-Leitner. =
Wien (OTS) - Sehr geehrte Frau Bundesministerin!
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Bereich des Zivildienstes
sind wir als Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in
Österreich mit großen Verunsicherungen junger Menschen konfrontiert.
Der Zivildienst genießt in Österreich hohes Ansehen und hat einen
unerlässlichen Stellenwert für den Sozialbereich. Auch bei der
Volksbefragung 2013 hat sich die Mehrheit der ÖsterreichInnen für den
Erhalt des Zivildienstes ausgesprochen. Die Bundesregierung hat
daraufhin die Absicherung des Zivildienstes und ein stärkeres
Eingehen auf die Bedürfnisse der Zivildienstleistenden in Aussicht
gestellt.
Die aktuellen Entwicklungen bewirken leider das Gegenteil und gehen
in die völlig falsche Richtung!
Wir fordern Sie daher dringend auf, die Situation junger Menschen
ernst zu nehmen und die geplanten Kürzungen, die zulasten der
Zivildienstleistenden und der Sozialdienste gehen, aufzuheben.
Dass bei den Zuweisungen im nächsten Jahr Einschränkungen vorgenommen
werden, ist aus unserer Sicht für Jugendliche nicht zumutbar. Wenn
sich junge Menschen statt dem Dienst an der Waffe für den sozialen
Dienst an der Gesellschaft entscheiden, womit sie bereits jetzt einen
erheblichen Beitrag für unser Sozialsystem leisten, dürfen sie nicht
mit langen Wartefristen bestraft werden.
Dies führt derzeit zu großen Verunsicherungen bei jungen Menschen und
ihren Familien und bringt große Schwierigkeiten für die Lebensplanung
mit sich.
Betroffen macht uns auch, dass in dieser Debatte die Kosten für
Zivildienstleistende und Schutz suchende Flüchtlinge gegeneinander
ausgespielt werden. Dies ist dem sozialen Klima in unserem Land nicht
zuträglich.
Wir hoffen, dass Sie die Bedenken und Sorgen junger Menschen in der
Frage des Zivildienstes ernst nehmen und noch berücksichtigen.
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