Walser: Abtreten von Niessl und Pröll ist kein Verlust

Grüne fordern ein zügiges Weiterarbeiten an der Bildungsreform

Wien (OTS) - "Der Abbruch der Verhandlungen zur Bildungsreform seitens der Herren Niessl und Pröll ist inhaltlich kein Verlust, beide haben ausschließlich ihre persönlich Macht im Auge und bedienen ihre eigene Selbstherrlichkeit", reagiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser auf den gestrigen Rückzug von LH Hans Niessl und LH Erwin Pröll aus der Bildungsreformkommission. Es gehe den beiden in erster Linie um die Verländerung des Bildungswesens und damit um einen Zugewinn an Macht und nicht um die dringend notwendige Verbesserung unseres maroden Schulsystems. "Das ist für mich ein verantwortungsloses Handeln auf Kosten der Kinder, deren Eltern und der LehrerInnen."

Der Grüne Bildungssprecher empfiehlt daher den beiden Landeshauptmännern bei ihrem Vorarlberger Amtskollegen LH Markus Wallner Nachhilfe zu nehmen, der zusammen mit den Grünen auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen und unter Einbindung der Betroffenen an einer konstruktiven Reformierung der Schulen arbeitet.

Das im März vorgelegte Expertenpapier "Freiraum für Österreichs Schulen" zeige in vielen Punkten richtige Ansätze, auf deren Basis sich eine sinnvolle Reform entwickeln ließe. Voraussetzung dafür sei jedoch der gute Wille seitens der VerhandlungspartnerInnen, das österreichische Bildungssystem tatsächlich zu verbessern, ohne dabei auf etwaige Eigeninteressen und Machtfragen Rücksicht zu nehmen. "Ich fordere ein zügiges und konstruktives Weiterarbeiten der Reformkommission. Hauptsache ist, dass auf Basis von sachlichen Gründen verhandelt wird und parteipolitische und individuelle Machtfragen in den Hintergrund treten", so Walser abschließend.

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