- 01.07.2015, 09:51:50
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Aktion bei Amtsantritt von OMV-CEO: UmweltschützerInnen rollen Teppich für Richtungswechsel aus
GLOBAL 2000 und Greenpeace fordern Abbruch der OMV-Ölbohrpläne in der Adria
Utl.: GLOBAL 2000 und Greenpeace fordern Abbruch der OMV-Ölbohrpläne
in der Adria =
Wien (OTS) - Rund zwanzig AktivistInnen der
Umweltschutzorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000 protestierten
heute vor der OMV-Zentrale in Wien erneut gegen die geplanten
Ölbohrungen in der Adria. Symbolisch empfingen sie den neuen
OMV-Vorstandsvorsitzenden Rainer Seele bei seinem offiziellen
Amtsantritt mit einem schwarzen Teppich auf dem die Namen der
PetitionsunterzeichnerInnen gegen die Adria-Ölbohrungen sowie die
Aufforderung "Richtungswechsel!" zu lesen sind. Mittlerweile ist
nicht nur der Protest der kroatischen Bevölkerung gewachsen, auch in
Österreich haben in wenigen Wochen mehr als 25.000 Menschen die
Petitionen von Greenpeace und GLOBAL 2000 unterschrieben.
"'Mehr bewegen. Mehr Zukunft.‘ Mit diesem Claim wirbt OMV seit
Jahren. Sieht man sich jedoch die derzeitigen Pläne des Konzerns an,
müsste es eigentlich ‚Weniger Zukunft‘ heißen. Denn kommt es
tatsächlich zu den geplanten Ölbohrungen in der Adria, dann setzt die
OMV die Zukunft Kroatiens und der ganzen Adria-Region aufs Spiel", so
die beiden Sprecher Johannes Wahlmüller von GLOBAL 2000 und Lukas
Meus von Greenpeace und appellieren an den neuen
OMV-Vorstandsvorsitzenden: "Rainer Seele hat jetzt die Möglichkeit,
für einen visionären Richtungswechsel der OMV zu sorgen und damit
tatsächlich für mehr Zukunft einzustehen. Als ersten Schritt in die
richtige Richtung dürfen jetzt die Ölbohrverträge nicht gegen den
Willen der lokalen Bevölkerung unterzeichnet werden."
Während in Österreich der Protest gegen die Pläne des hiesigen
Ölkonzerns lauter wird, wächst auch in Kroatien die
zivilgesellschaftliche Kritik am Vorhaben der kroatischen Regierung:
Sie will 90 Prozent ihrer Adria-Küste für Öl- und Gasförderungen
öffnen. Die Region um Dubrovnik hat sich wie andere Regionen
mittlerweile gegen die geplanten Ölbohrungen ausgesprochen. Auch die
Mehrheit der KroatInnen ist in Umfragen gegen die Pläne, 75 Prozent
wollen eine Volksabstimmung über Ölbohrungen in der Adria. "Herr
Seele, nehmen Sie den Wunsch der lokalen Bevölkerung und zigtausender
Österreicherinnen und Österreicher ernst und zeigen Sie damit am
Beginn ihrer Amtszeit Gespür für besonders sensible Themen", so
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher der
Umweltorganisation GLOBAL 2000.
Anfang dieses Jahres sicherte sich die OMV Ölbohrlizenzen für sieben
Gebiete vor der Küste Kroatiens. Die Lizenz-Vergabe erfolgte vor dem
Abschluss der rechtlich vorgeschriebenen strategischen Umweltprüfung.
"Besonders prekär ist, dass einige der Lizenzgebiete in der Nähe von
Nationalparks und direkt vor der historischen Stadt Dubrovnik liegen.
Lediglich zehn Kilometer von Küsten und sechs Kilometer von Inseln
entfernt würden die Ölbohrtürme zum Einsatz kommen. Mit der
dazugehörigen Infrastruktur von Pipelines und Öltankern würde sich
sowohl das Ökosystem, als auch das idyllische Landschaftsbild der
kroatischen Küste dramatisch verändern. Abgesehen davon, hätte ein
nicht unwahrscheinlicher Ölunfall katastrophale Auswirkungen auf die
Küstenregion", mahnt Greenpeace-Sprecher Lukas Meus.
Gemeinsam mit GLOBAL 2000 und Greenpeace kann weiterhin jede/r seine
Stimme für einen Richtungswechsel der OMV und damit gegen die
geplanten Ölbohrungen in Kroatien unter www.global2000.at/sos-adria
und www.greenpeace.at/adria erheben. "Noch sind die Verträge nicht
unterschrieben, noch können wir verhindern, dass die Zukunft der
Adria eine sprichwörtlich schwarze wird", so die Sprecher der beiden
Umweltschutzorganisationen abschließend.
Bildmaterial
ab 10.00 Uhr zum Download unter
https://greenpeace.box.com/s/7oqw6971qcvlhiqste6dpz1jaakv8b6q und
unter https://m.flickr.com/photos/global2000
Alle Bilder stehen unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen
Nutzung kostenlos zur Verfügung ((C) Greenpeace / Mitja Kobal bzw.
(C) GLOBAL 2000 / Christoph Liebentritt).
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