- 29.06.2015, 16:45:18
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Politische Akademie trauert um Ludwig Steiner
Der große Politiker und Diplomat Ludwig Steiner, Präsident der Politischen Akademie der ÖVP zwischen 1989 und 1996 starb am 28. Juni nach kurzer, schwerer Krankheit.
Utl.: Der große Politiker und Diplomat Ludwig Steiner, Präsident der
Politischen Akademie der ÖVP zwischen 1989 und 1996 starb am
28. Juni nach kurzer, schwerer Krankheit. =
Wien (OTS) - "Dipl.-Vw. Dr. Ludwig Steiner war der letzte lebende
Teilnehmer an den entscheidenden Verhandlungen, die Österreich 1955
den Staatsvertrag brachten." Werner Fasslabend, Präsident der
Politischen Akademie, erinnert anlässlich des Ablebens an die
zahlreichen Verdienste des überzeugten Tirolers und Österreichers:
"Mit dem Tod Ludwig Steiner verlässt uns einer der Gründerväter der
Zweiten Republik. Steiner saß innen- und außenpolitisch an den
Schlüsselstellen der Zweiten Republik. Er war Mann der ersten Stunde
beim Aufbau einer österreichischen Verwaltung nach dem Zweiten
Weltkrieg, arbeitete als Kanzlersekretär, Abgeordneter zum
Nationalrat und Staatssekretär und hat sich große Verdienste bei der
Unabhängigkeit Österreichs und die Autonomie Südtirols erworben."
Christlich-Sozialer Widerstandskämpfer hinterlässt große Lücke
Als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und als Politiker stellte
Steiner immer das Wohle Österreichs an erste Stelle. Er war Mitglied
der Widerstandsgruppe um den späteren Außenminister Karl Gruber. Bei
seiner Tätigkeit im Kabinett von Bundeskanzler Julius Raab agierte
Ludwig Steiner als einer der maßgeblichen Akteure bei den
Verhandlungen zum Staatsvertrag und hat damit bei der
Wiederherstellung eines freien, unabhängigen Österreichs eine
zentrale Rolle gespielt. Nach seiner Tätigkeit als Staatssekretär im
Außenministerium arbeitete er als Botschafter in Griechenland und
Zypern und als Präsident der Politischen Akademie, wo er sein Wissen
zur Internationalisierung und Vernetzung der politischen
Bildungsarbeit einsetzte. Politische Aufklärung für Schüler war zeit
seines Lebens ein Herzensanliegen Steiners. "Noch während seiner
Pension unterrichtete er an Schulen und warb unermüdlich für die
Demokratie und sein Österreich. In der Stunde des Todes sind unsere
Gedanken bei seiner Familie. Mit seiner Vita bleibt Steiner ein
Vorbild für uns alle, " würdigt Fasslabend betroffen die bleibenden
Verdienste Steiners.
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