Politische Akademie trauert um Ludwig Steiner

Der große Politiker und Diplomat Ludwig Steiner, Präsident der Politischen Akademie der ÖVP zwischen 1989 und 1996 starb am 28. Juni nach kurzer, schwerer Krankheit.

Wien (OTS) - "Dipl.-Vw. Dr. Ludwig Steiner war der letzte lebende Teilnehmer an den entscheidenden Verhandlungen, die Österreich 1955 den Staatsvertrag brachten." Werner Fasslabend, Präsident der Politischen Akademie, erinnert anlässlich des Ablebens an die zahlreichen Verdienste des überzeugten Tirolers und Österreichers:
"Mit dem Tod Ludwig Steiner verlässt uns einer der Gründerväter der Zweiten Republik. Steiner saß innen- und außenpolitisch an den Schlüsselstellen der Zweiten Republik. Er war Mann der ersten Stunde beim Aufbau einer österreichischen Verwaltung nach dem Zweiten Weltkrieg, arbeitete als Kanzlersekretär, Abgeordneter zum Nationalrat und Staatssekretär und hat sich große Verdienste bei der Unabhängigkeit Österreichs und die Autonomie Südtirols erworben."

Christlich-Sozialer Widerstandskämpfer hinterlässt große Lücke

Als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und als Politiker stellte Steiner immer das Wohle Österreichs an erste Stelle. Er war Mitglied der Widerstandsgruppe um den späteren Außenminister Karl Gruber. Bei seiner Tätigkeit im Kabinett von Bundeskanzler Julius Raab agierte Ludwig Steiner als einer der maßgeblichen Akteure bei den Verhandlungen zum Staatsvertrag und hat damit bei der Wiederherstellung eines freien, unabhängigen Österreichs eine zentrale Rolle gespielt. Nach seiner Tätigkeit als Staatssekretär im Außenministerium arbeitete er als Botschafter in Griechenland und Zypern und als Präsident der Politischen Akademie, wo er sein Wissen zur Internationalisierung und Vernetzung der politischen Bildungsarbeit einsetzte. Politische Aufklärung für Schüler war zeit seines Lebens ein Herzensanliegen Steiners. "Noch während seiner Pension unterrichtete er an Schulen und warb unermüdlich für die Demokratie und sein Österreich. In der Stunde des Todes sind unsere Gedanken bei seiner Familie. Mit seiner Vita bleibt Steiner ein Vorbild für uns alle, " würdigt Fasslabend betroffen die bleibenden Verdienste Steiners.

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