- 29.06.2015, 12:09:07
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Operation Blue Amber: Österreich beteiligt sich an der Europaweiten Aktion gegen die Organisierte Kriminalität
Europaweit 2,8 Tonnen Kokain beschlagnahmt, 390 Kfz und 1300 Tonnen gestohlenes Metall sichergestellt und 500 Personen festgenommen. Schwerpunkt in Österreich auf Schlepperei.
Utl.: Europaweit 2,8 Tonnen Kokain beschlagnahmt, 390 Kfz und 1300
Tonnen gestohlenes Metall sichergestellt und 500 Personen
festgenommen. Schwerpunkt in Österreich auf Schlepperei. =
Wien (OTS) - Unter der Koordination von EUROPOL beteiligten sich alle
28 EU-Staaten und viele Partner bei einer gemeinsamen Aktion gegen
die Organisierte Kriminalität. Bei der Operation Blue Amber wurden
kriminalpolizeiliche Schwerpunkte im Bereich Menschenhandel und
Schlepperei, Drogen- und Waffenhandel, Steuerbetrug,
Online-Flugticket-Betrug, Eigentumsdelikte und Cybercrime gelegt.
Dabei wurden vom 4. Mai bis 24. Juni 2015 an 260 Orten weltweit 500
Personen festgenommen. EUROPOL fungierte als Koordinierungsstelle und
verarbeitet die aus den Aktionen der einzelnen Länder gewonnen
Erkenntnisse. Die polizeilichen Operationen erfolgten auf Flughäfen,
Grenzübergangsstellen, Häfen und bestimmten Kriminalitäts-Hot-Spots
der Länder. Das operative Ergebnis kann sich sehen lassen: Es wurden
mehr als 500 Tatverdächtige festgenommen, 2,8 Tonnen Heroin und 110
Kilogramm Kokain beschlagnahmt, 390 Fahrzeuge sichergestellt bzw.
wieder aufgefunden und fast 1300 Tonnen gestohlenes Metall
sichergestellt.
In Österreich wurde der Schwerpunkt auf Schlepperei gelegt. Unter der
Koordination des Bundeskriminalamtes (.BK) wurden mit Unterstützung
der Landespolizeidirektionen Wien, Burgenland, Niederösterreich und
Oberösterreich Aktionen gegen die Schlepperkriminalität durchgeführt.
Eine der stärksten frequentierten Schlepperrouten in Europa führt
über Serbien und Ungarn nach Österreich, wobei vor allem der Bereich
von Nickelsdorf für die illegale Einreise bzw. die Schleppung von
Menschen genutzt wird. Dementsprechend hoch ist auch die Anzahl der
Aufgriffe entlang der weiteren Route. Der Weg der Schlepper führt vom
Burgenland ausgehend auf die A4 in Richtung Wien und weiter auf der
A2 bzw. A21 über Niederösterreich und Oberösterreich nach
Deutschland. Auf dieser Schlepperoute kam es in zwei Tagen zu
insgesamt 14 Festnahmen von Schleppern und der Fahndung nach zwei
flüchtigen Verdächtigen. Die Schlepper stammen aus Bulgarien,
Rumänien, Serbien und Ungarn, aber auch aus der Türkei und Tunesien.
Als Schlepperfahrzeuge wurden PKW und Kleintransporter aus
Bulgarien, Rumänien, Ungarn sowie in einem Fall Großbritannien
verwendet. Die 150 geschleppten Menschen kommen vor allem aus Syrien,
Irak und Afghanistan.
Im Rahmen der Operation Blue Amber wurde am 16. und 17. Juni 2015
auch gegen sogenannte Airline-Betrüger vorgegangen. Diese Betrüger
verkaufen oder bestellen mit gestohlenen Kreditkartendaten
Flugticktes oder nützen diese auch selbst. Auf 140 Flughäfen in 49
Ländern wurden 130 Personen, die im Besitz solcher Flugtickets
betreten wurden, angehalten und festgenommen. Der Online-Betrug mit
Flugtickets nimmt rasant zu. Die Luftfahrtindustrie schätzt den dabei
entstanden Schaden auf eine Milliarde Euro. In Österreich wurde ein
pakistanischer Staatsbürger am Flughafen Wien-Schwechat aufgrund
einer Flugbuchung mit einer nicht autorisierten
Kreditkartentransaktion betreten. Im Zuge der Ermittlungen wurde ein
zweiter Pakistani am Flughafen angehalten. Die weiteren Ermittlungen
ergaben, dass es sich bei der Person mit dem Ticket um einen
Schlepper handelte. Er wurde festgenommen. Die andere Person wurde
zurückgewiesen. Ebenso wurde ein polnischer Staatsbürger mit einem
Flugticket einer nicht autorisierten Kreditkartentransaktion
betreten. Er hatte das Ticket von einem Chatkontakt online erworben.
Er wurde auf freien Fuß angezeigt.
Nähere Information und Details sind unter www.europol.europa.eu
abrufbar.
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