- 25.06.2015, 11:23:40
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Wimmer zu Telekom: Das ist der Fluch der bösen Tat
Syndikatsvertrag offenbar nicht einmal das Papier wert, auf dem er steht
Utl.: Syndikatsvertrag offenbar nicht einmal das Papier wert, auf
dem er steht =
Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer ist der nun
kolportierte Verzicht Österreichs auf den Chief Exekutive Officer
(CEO) bei der Telekom Austria eine weitere Konsequenz aus dem
Übergang der industriellen Führerschaft an einen mexikanischen
Konzern vor einem Jahr: "Dieser Syndikatsvertrag ist anscheinend
wirklich nicht einmal das Papier wert, auf dem er geschrieben steht."
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Wimmer ruft die Ereignisse des Frühjahrs 2014 in Erinnerung: "In
einer chaotischen Sitzung des ÖIAG-Aufsichtsrates wurde ein gegenüber
der Öffentlichkeit bis heute geheim gehaltenes Vertragswerk
durchgepeitscht."
Fixe Investitionszusagen sowie Standort- und Arbeitsplatzgarantien
waren den damals Verantwortlichen kein großes Anliegen - vielmehr
sollte der Übergang der industriellen Führerschaft an der Telekom
Austria durch einige symbolische Zugeständnisse verschleiert werden:
Trotz mexikanischer Mehrheiten in Vorstand und Aufsichtsrat sollten
die Vorsitzenden beider Gremien von der ÖIAG nominiert werden.
"Die ArbeitnehmerInnenvertreter und Brigitte Ederer haben damals die
Gefahren erkannt und im ÖIAG-Aufsichtsrat gegen diesen
Syndikatsvertrag angekämpft. Allerdings vergeblich - die
industriepolitisch Verantwortungslosen stellten die Mehrheit im
System des `selbsterneuernden` Aufsichtsrat", so Wimmer.
"Besonders bejubelt wurde dieser fatale Syndikatsvertrag damals von
den Verantwortlichen der ÖIAG (Aufsichtsratsvorsitzender Peter
Mitterbauer und Vorstand Rudolf Kemler), Vertretern der ÖVP und IV
Präsident Georg Kapsch", erinnert Wimmer.
Nicht zuletzt aufgrund des dilettantischen Handelns der alten ÖIAG
rund um die Telekom Austria wurde auf Druck der SPÖ der
selbsterneuernde Aufsichtsrat aufgelöst, ÖIAG-Boss Kemler vor die Tür
gesetzt und die ÖIAG in die ÖBIB übergeführt.
"Die Fehler der Vergangenheit wirken leider nach. Ich hoffe, dass
Martha Oberndorfer, die Generalsekretärin der neuen ÖBIB, die Kraft
aufbringt und auch vom Finanzminister als Eigentümervertreter die
notwendige Rückendeckung erhält, um die öffentlichen und
standortpolitischen Interessen der Republik Österreich bzw. der
Beschäftigten bei der Telekom Austria und den anderen Beteiligungen
der ÖBIB zu stärken und durchzusetzen. Meine Unterstützung hat sie
dabei", so Wimmer abschließend. (Schluss) up/ms/mp
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