Wimmer zu Telekom: Das ist der Fluch der bösen Tat

Syndikatsvertrag offenbar nicht einmal das Papier wert, auf dem er steht

Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer ist der nun kolportierte Verzicht Österreichs auf den Chief Exekutive Officer (CEO) bei der Telekom Austria eine weitere Konsequenz aus dem Übergang der industriellen Führerschaft an einen mexikanischen Konzern vor einem Jahr: "Dieser Syndikatsvertrag ist anscheinend wirklich nicht einmal das Papier wert, auf dem er geschrieben steht." ****

Wimmer ruft die Ereignisse des Frühjahrs 2014 in Erinnerung: "In einer chaotischen Sitzung des ÖIAG-Aufsichtsrates wurde ein gegenüber der Öffentlichkeit bis heute geheim gehaltenes Vertragswerk durchgepeitscht."

Fixe Investitionszusagen sowie Standort- und Arbeitsplatzgarantien waren den damals Verantwortlichen kein großes Anliegen - vielmehr sollte der Übergang der industriellen Führerschaft an der Telekom Austria durch einige symbolische Zugeständnisse verschleiert werden:
Trotz mexikanischer Mehrheiten in Vorstand und Aufsichtsrat sollten die Vorsitzenden beider Gremien von der ÖIAG nominiert werden.

"Die ArbeitnehmerInnenvertreter und Brigitte Ederer haben damals die Gefahren erkannt und im ÖIAG-Aufsichtsrat gegen diesen Syndikatsvertrag angekämpft. Allerdings vergeblich - die industriepolitisch Verantwortungslosen stellten die Mehrheit im System des `selbsterneuernden` Aufsichtsrat", so Wimmer.

"Besonders bejubelt wurde dieser fatale Syndikatsvertrag damals von den Verantwortlichen der ÖIAG (Aufsichtsratsvorsitzender Peter Mitterbauer und Vorstand Rudolf Kemler), Vertretern der ÖVP und IV Präsident Georg Kapsch", erinnert Wimmer.

Nicht zuletzt aufgrund des dilettantischen Handelns der alten ÖIAG rund um die Telekom Austria wurde auf Druck der SPÖ der selbsterneuernde Aufsichtsrat aufgelöst, ÖIAG-Boss Kemler vor die Tür gesetzt und die ÖIAG in die ÖBIB übergeführt.

"Die Fehler der Vergangenheit wirken leider nach. Ich hoffe, dass Martha Oberndorfer, die Generalsekretärin der neuen ÖBIB, die Kraft aufbringt und auch vom Finanzminister als Eigentümervertreter die notwendige Rückendeckung erhält, um die öffentlichen und standortpolitischen Interessen der Republik Österreich bzw. der Beschäftigten bei der Telekom Austria und den anderen Beteiligungen der ÖBIB zu stärken und durchzusetzen. Meine Unterstützung hat sie dabei", so Wimmer abschließend. (Schluss) up/ms/mp

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