Energiezukunft nur mit Fernwärme möglich

Eine neue Studie des Umweltbundesamtes zeigt: Fernwärme ist ein fixer Bestandteil in der Versorgung mit Raumwärme und bleibt es in den nächsten Jahrzehnten.

Wien (OTS) - Mit der sauberen Fernwärme kann ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der österreichischen Umwelt- und Klimaziele geleistet werden. Daher plädiert der Fachverband Gas Wärme für einen forcierten Fernwärmeausbau.

"Fernwärme ist eine saubere Energieform. Sie spielt auch in den nächsten mindestens 35 Jahren eine wichtige Rolle in der Versorgung mit Raumwärme", sagt Mag. Robert Grüneis, Obmann des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW). Eine aktuelle vom Umweltbundesamt (UBA) herausgegebene Studie mit dem Titel "Ausblick 2030 und 2050" belegt nun die zukünftige Bedeutung von Fernwärme. "Damit Österreich die gesteckten Umwelt- und Klimaziele erreichen kann, muss der Ausbau der Fernwärmenetze weiter vorangetrieben werden", fordert Grüneis.

Die vom UBA herausgegebene Studie skizziert eine mögliche Entwicklung des Energieverbrauchs und der Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050. Im Rahmen der Sektoralen Analyse für Raumwärme zeigen die erstellten Szenarien, dass im Jahr 2050 insgesamt rund 30 Prozent weniger Energie für Raumwärme und zur Warmwasserbereitstellung benötigt wird als im Jahr 2010. Die Nutzung von Fernwärme soll dabei stabil bleiben: Laut Berechnungen des Umweltbundesamts wird im Jahr 2050 der Anteil von Fernwärme mit etwa 15 Terrawattstunden 25 Prozent am gesamten Endenergieeinsatz für Raumwärme- und Warmwasserbereitung betragen. Der Einsatz von Kohle, Heizöl und Strom wird als rückläufig gesehen. Insbesondere in großen Wohngebäuden steigt die Anzahl der mit Fernwärme versorgten Flächen an.

FGW drängt auf Fernwärme-Ausbau

"Der Fachverband drängt seit Jahren auf die Umsetzung des Arbeitsprogramms der österreichischen Bundesregierung", sagt Grüneis. Er kündigt den weiteren Ausbau der Fernwärme an und erklärt den Abbau des Förderrückstaus als Ziel. Wie die aktuelle Studie des UBA hat auch bereits das im Vorjahr beschlossene Energieeffizienzpaket bestätigt, dass der Fernwärme- und Fernkälteausbau eine wichtige und erwünschte Maßnahme ist. "Als Fachverband fordern wir für den Fernwärme-Ausbau eine deutlich höhere Dotierung in den Budgets von 2016 bis 2020", so Grüneis: "Die Regierung muss Planungs- und Rechtssicherheit für die Fernwärme- und Fernkälteversorgungsunternehmen schaffen und den entstandenen Förderrückstau abbauen." Er erinnert weiters an die vorgesehene Umschichtung aus anderen Fördertöpfen für den raschen Abbau des Förderrückstaus.

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen:

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein. Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

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Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
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Mail: mock@gaswaerme.at
Tel: +43 1 513 15 88
Web: www.gaswaerme.at

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