• 24.06.2015, 10:08:50
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Österreichische Start-up Szene setzt auf Forschung, Technologie und Innovation (FTI)

GEM: Österreichische Förderinstitutionen wie aws führen internationales Ranking an - Über 87 % der heimischen JungunternehmerInnen bestehen durch FTI im Wettbewerb

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6843 Im Bild:
„Global Entrepreneurship Monitor (GEM) – Austria Report 2014“ in aws
präsentiert

Utl.: GEM: Österreichische Förderinstitutionen wie aws führen
internationales Ranking an - Über 87 % der heimischen
JungunternehmerInnen bestehen durch FTI im Wettbewerb =

Wien (OTS) - Im Rahmen des Global Entrepreneurship Monitors wurde am
23. Juni 2015 der Bericht zur Lage des Unternehmertums in Österreich
anlässlich einer aws Veranstaltung präsentiert. Erstmals wurde bei
diesem weltweit größten Benchmark zur unternehmerischen Aktivität
auch das Spezialthema Forschung, Technologie und Innovation (FTI) für
Österreich untersucht.

"Die Studienergebnisse zeigen, dass FTI-Unternehmen insgesamt,
besonders jedoch eigenständig forschende, technologieführende und
innovative Nischenplayer höheres Beschäftigungswachstum erwarten und
international aktiver sind. Sie sind sozusagen die Avantgarde der
österreichischen Unternehmenslandschaft", erläutert Thomas Schmalzer,
Leiter der Studie und des GEM Österreich Teams vom Institut für
Internationales Management der FH JOANNEUM. Die FH JOANNEUM mit ihrem
Institut für Internationales Management ist als Partner des GEM seit
2005 für die Erhebung von Start-Ups und etablierten Unternehmen in
Österreich verantwortlich. "Zusammengefasst sind mehr als 87 % der
heimischen JungunternehmerInnen in FTI-basierten Unternehmen aktiv
und gut ein Drittel ist erfolgreicher Nischenplayer mit neuen
Produkten oder Dienstleistungen auf Märkten mit wenig oder gar keiner
Konkurrenz", ergänzt Schmalzer.

"Innovative Start-ups beleben den Wirtschaftsstandort und schaffen
Arbeitsplätze. Um ihre Zahl weiter zu erhöhen, müssen wir die
Rahmenbedingungen für akademische Spin-Offs weiter verbessern und den
Unternehmergeist im Land stärken", sagt Wissenschafts-, Forschungs-
und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Daher etablieren wir
neue Wissenstransferzentren an den Universitäten und bauen die
Verfügbarkeit von Risikokapital aus, zum Beispiel durch aws-Angebote
wie den Gründerfonds und die Erleichterungen für Crowdfunding. Das
unterstützt die Weiterentwicklung neuer Ideen und macht Österreich
als Standort für junge Unternehmen noch attraktiver, was wiederum
Arbeitsplätze schafft und sichert", so Mitterlehner weiter.

Forschung und Entwicklung ist laut der aktuellen Studie nicht nur als
Basis für die Geschäftstätigkeit von Unternehmensgründungen
wesentlich (20,8 %), sondern Start-ups schaffen auch selbst
Forschungsergebnisse (19,1 %). Zudem sind 8,8 % der
JungunternehmerInnen in Spin-offs, also Unternehmen, welche direkt
aus Forschungseinrichtungen oder Hochschulen heraus gegründet werden,
tätig.

"Österreich hat das Potenzial sich als eines der innovativsten Länder
Europas zu behaupten, wenn wir es schaffen, dass eine neue Dynamik an
unserem Wirtschaftsstandort entsteht. Deshalb investiert das bmvit
jährlich 70 Millionen Euro in innovative Gründungen: Damit fördern
wir nicht nur Forschung und Entwicklung bei den Start-ups, sondern
auch die Umsetzung ihrer Innovationen am Markt. Mir ist aber auch die
Verbindung zwischen unseren etablierten Unternehmen und jungen
Start-ups wichtig. Einer unserer Schwerpunkte für 2015 ist daher, den
innovativen Start-ups dabei zu helfen, sich mit der klassischen
Industrie zu vernetzen - davon profitieren beide Seiten und das
bringt unserem Standort die Dynamik die er braucht", sagt Alois
Stöger, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

"Ambitionierte GründerInnen ebenso wie etablierte UnternehmerInnen
brauchen wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu gehört ein
leistungskompatibles Steuersystem ebenso wie ein reibungsloser
Kapitalzugang - beides Elemente, denen ich mich als Finanzminister
verpflichtet fühle", erklärt Hans Jörg Schelling, Bundesminister für
Finanzen.

Staatssekretär Harald Mahrer verweist in diesem Zusammenhang auf die
jüngst präsentierte Strategie "Land der Gründer" des
Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft:
"Österreich hat eine sehr dynamische Gründerszene, mit unentdeckten
schlummernden Potenzialen. Dort setzen wir mit der
Gründerland-Strategie an. Unser Ziel ist es, Österreich zum
Gründerland Nr. 1 in Europa zu machen. Wir wollen Österreich zurück
an die Spitze bringen."

"Der steigende Anteil an jungen, neuen Unternehmen im FTI-Bereich
bedeutet einen guten Schritt in Richtung Dynamisierung der heimischen
Wirtschaft. Hier haben wir große Erwartungen, da hier jene
Wachstumsraten schlummern, die wir benötigen, um konjunkturell wieder
an Fahrt zu gewinnen", betonte die Vizepräsidentin der WKÖ, Martha
Schultz. "Aus dem aktuellen GEM sei aber auch der Handlungsauftrag
abzuleiten bei hemmenden Faktoren wie Bürokratie und Steuern
anzusetzen und die Unternehmensfinanzierung aus Drittmitteln zu
verbessern", so Schultz.

Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates für Forschung und
Technologieentwicklung fügt hinzu: "Unternehmerische Werte wie
Risikobereitschaft werden in Österreich von der Gesellschaft und oft
auch von der Politik diskreditiert. Misserfolg darf nicht bestraft,
sondern muss als Lernerfahrung gesehen werden, wie uns das z.B. die
USA vorleben. Der Weg zur Gründungsmentalität beginnt bereits in der
frühkindlichen Ausbildung. No risk no fun, no risk no gain."

"Innovative Start-ups sind ein Wachstumsmotor für Oberösterreichs
Wirtschaft. Zahlreiche Vorzeige-Start-ups waren in den vergangenen
Jahren von Oberösterreich aus auch auf dem Weltmarkt erfolgreich und
haben teilweise auch Technologieführerschaft übernommen. Daher
fördert das Land OÖ Start-ups und die innovative Gründerszene ganz
besonders intensiv", betont Oberösterreichs Wirtschafts-Landesrat Dr.
Michael Strugl.

"Der GEM - wie auch andere Untersuchungen - verweisen darauf, dass es
für ein das Gedeihen von Entrepreneurship und innovativen Unternehmen
auch einen unterstützenden, einen 'unternehmerischen Staat' und eine
innovationsfreundliche und offene Gesellschaft braucht" meint
Wolfgang Polt von der Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH.

"Die aws hat 2014 knapp 200 Millionen Euro an österreichische
Start-ups transferiert. Das ist ein wesentlicher Beitrag, um
Innovationsgeist und Entrepreneurship in Österreich zu fördern",
unterstreichen Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister,
Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft. "Es
freut uns sehr, dass die Unternehmen unser Angebot annehmen und dies
auch positiv bewerten. Laut aktuellem GEM Austria Report liegt die
österreichisches Förderlandschaft auf Platz eins im Ranking der
europäischen Länder."

Optimistische Nischenplayer

Ein weiteres Ergebnis des GEM Austria Reportes 2014: Rund ein Drittel
aller JungunternehmerInnen bietet neue Produkte oder Dienstleistungen
auf Märkten mit geringer bis keiner Konkurrenz an. Diese sogenannten
Nischenplayer stellen ein wesentliches Rückgrat der heimischen
Innovationslandschaft dar. Darüber hinaus ist in diesem Bereich ein
leichter Anstieg seit 2012 erkennbar. Unter etablierten
UnternehmerInnen gibt es deutlich weniger Nischenplayer (12,8 %).
Knapp 45 % der ÖsterreicherInnen nehmen gute Gründungsmöglichkeiten
im Land wahr. Dabei sind JungunternehmerInnen mit 70,8 %
optimistischer als die Gesamtbevölkerung, aber auch als die
etablierten UnternehmerInnen mit 52,5 %.

GründerInnen werden immer jünger

Insgesamt waren 2014 über 470.000 Personen, also 8,7 % der
ÖsterreicherInnen zwischen 18 und 64 Jahren, aktiv mit einer
Unternehmensgründung beschäftigt oder als InhaberIn und
GeschäftsführerIn eines neuen Unternehmens tätig.
JungunternehmerInnen werden zudem stetig jünger: Besonders häufig
gründeten im Jahr 2014 Personen der Altersgruppe 25-34 Jahre (33,6 %
der JungunternehmerInnen). Die größte Gruppe der JungunternehmerInnen
machten im Jahr 2007 noch Personen zwischen 45 und 54 Jahren aus. Das
vorherrschende Bildungsniveau ist die Matura (48,6 %).

Der GEM Austria Report 2014:
http://gem.fh-joanneum.at/downloads/GEM_REPORT_2014_WEB.pdf

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6843

Weitere Details zu GEM sowie vorangegangene Berichte unter:
www.gemaustria.at
www.gemconsortium.org

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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