"Dreams, Prayers and The Big Picture" – Virtuose David Krakauer am 25. Juni im Wiener Konzerthaus

Höhepunkt des Festivals der Jüdischen Kultur 2015

Wien (OTS) - Der Klarinettist David Krakauer ist schlechthin der Inbegriff der jiddischen Klezmer-Musik. Er gilt als einer der weltweit bedeutendsten Vertreter dieses Genres und hat mit innovativen Aufnahmen und mitreißenden Liveauftritten den Klezmer neu definiert: Wie kein anderer holt der klassisch ausgebildete Musiker die traditionelle jüdische Singen-Lachen-Weinen-Tanzen-Musik mit zeitgemäßen Mitteln ins 21. Jahrhundert, ohne die Seele des Klezmer zu verletzen.

Jahrhundertelang war Klezmer in Osteuropa die Standardmusik bei Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten der aschkenasischen Juden. Volksmusik aus Griechenland, vom Balkan, aus Osteuropa und die musikalischen Traditionen der Roma fließen in der Klezmer-Musik zusammen. Wie David Krakauer erklärt, unterscheidet sich Klezmer von anderen Volksmusiken durch den Einfluss der kantoralen Musik der Synagogen: "Insbesondere an dem auf Jiddisch ‚Krechts’ genannten Ornament, einer Art Seufzen, kann man den Klezmer-Klang sofort erkennen. Man erzeugt den 'Krechts', indem man kleine angedeutete Extratöne einfügt. Das erzeugt die Illusion dieser emotionalen Qualität der Stimme, dieses klagenden Flehens, das man im kantoralen Singen findet. Der Klezmer-Stil versucht, die menschliche Stimme nachzuahmen - die Schluchzer, das Lachen, die Klagelaute der Menschheit. Ich versuche mich selbst durch die Musik zu finden. Es gab eine Zeit, wo sich meine Vorfahren als Juden verstecken mussten, jetzt müssen wir uns wiederfinden. Und die Musik hilft uns dabei", sagt David Krakauer.

Hintergrundinformation
Krakauers Mutter war Geigenlehrerin, sein Vater Arzt. Mit neun Jahren begann er nach erfolglosem Klavierunterricht Klarinette zu lernen. Später studierte er an der Julliard School bei Leon Russianoff, am Sarah Lawrence College, ein Jahr am Konservatorium in Paris, am Vassar College und an der Manhattan School of Music, an der er heute unterrichtet. Seine Ausbildung erfolgte auf dem klassischen Weg: "I didn't grow up with any Chanukah songs or any Israeli songs. I basically grew up listening to Schnabel playing the late Beethoven piano sonatas, and when I was eleven Sidney Bechet.", so Krakauer. Erst Mitte der 80er Jahre fand er seine Liebe zum Klezmer: "I realized that klezmer music was the Yiddish language in music, and I felt in a certain way that I had found a kind of musical home."
1986 war er Mitbegründer von The Klezmatics, verließ aber die Gruppe 1994 um ein neues Projekt zu gründen, Klezmer Madness!, als dessen Produzent und Musiker er Alben mit verschiedenen Musikern aufnimmt. Diese spielt einen tanzbaren Klezmer, der von Jazz, Rock, Funk, Soul, Blues und Hip Hop beeinflusst ist.

Unter den Auszeichnungen:
2014 Down Beat (US-Jazz-Magazin mit der weltweit höchsten Auflage) Kritiker-Poll "Rising Star Kategorie Klarinette"
2015 Grammy-Nominierung für sein Album "Dreams & Prayers"2015 Nominierung für den Juno Award für sein Album "Akoka",

Donnerstag 25. Juni, 19.30 Uhr
Wiener Konzerthaus
"Dreams, Prayers and The Big Picture"
David Krakauer und das FJK Festival Ensemble
(Mitglieder der Wiener Symphoniker.
Musikalische Leitung: Orsolya Korcsolan)

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