- 22.06.2015, 13:25:26
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SPÖ-Programmdiskussion – Hakel: Kunst und Kultur zunehmend unter Druck des Neoliberalismus
SPÖ diskutiert zu „Kunst, Kultur und Medien im 21. Jahrhundert“
Utl.: SPÖ diskutiert zu „Kunst, Kultur und Medien im 21.
Jahrhundert“ =
Wien (OTS/SK) - Vier Themenbereiche - Kulturpolitik im
Neoliberalismus, Zugang zu Kunst und Kultur, Kultur im
Informationszeitalter und die Situation der Kreativwirtschaft -
stehen im Fokus der heutigen Programmdiskussion der SPÖ zu Kunst,
Kultur und Medien im Parlament. SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel
skizzierte in ihrer Rede zu Beginn die aktuellen Herausforderungen
für den Kulturbereich. Angesichts der Ökonomisierung aller
Lebensbereiche stünden auch Kunst, Kultur und Medien zunehmend unter
einem neoliberalen Druck. Aufgabe der SPÖ sei es, im nächsten
Parteiprogramm Antworten zu finden, wie eine zeitgemäße Kultur- und
Medienpolitik aussehen soll, so Hakel heute, Montag. ****
In vier Workshops sollen PolitikerInnen mit ExpertInnen heute "eine
Ideen- und vor allem Fragensammlung" für die weitere
Programmdiskussion erarbeiten, so die SPÖ-Abgeordnete. So befasst
sich eine Arbeitsgruppe mit "Ökonomisierung & Prekarisierung -
Kulturpolitik im Neoliberalismus". Beispielhaft in diesem
Zusammenhang sei die Forderung der ÖVP, dass bei den Bundestheatern
künftig auch der künstlerische Bereich mit so genannten "Benchmarks"
gemessen werde, freilich ohne dass man dazusagt, wie man
künstlerische Leistung messen soll. Es sei jedenfalls symptomatisch,
dass dabei gar nicht die Frage gestellt wird, warum man überhaupt
Kunst in Zahlen messen sollte. Für die Kulturpolitik bedeute der
zunehmende neoliberale Druck "im besten Fall gleichbleibende
staatliche Budgets, ein steigendes Akzeptanzproblem bei der
Kulturförderung und die Einschränkung der künstlerischen Freiheit",
warnte Hakel. Damit einher gehe der Trend zur Prekarisierung bei
KünstlerInnen und Kreativen.
Hakel skizzierte in der Folge die Themenpalette, denen sich eine
programmatische Kulturpolitik stellen müsse: Der Zugang zu Kunst und
Kultur, der Wandel der KonsumentInnen von passiv Konsumierenden zu
aktiv Partizipierenden, die Rolle des Internet auch als
Herausforderung für klassische Medien und analoge
Wertschöpfungsketten und die Situation der Kreativwirtschaft. Die
heutige Veranstaltung sei jedenfalls "ein Auftakt für die weitere
Diskussion", die bis Ende des Jahres noch vertieft werden soll.
(Schluss) mb/ah/mp
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