- 22.06.2015, 10:14:39
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Goldschatz vom Hallstätter See aus dem NHM Wien gastiert im Welterbemuseum Hallstatt
Bis 13. September 2015 wird der Goldfund vom Arikogel im Salzkammergut präsentiert, bevor er ab 30. September 2015 als Highlight im neuen Goldkabinett des NHM Wien gezeigt wird.

Utl.: Bis 13. September 2015 wird der Goldfund vom Arikogel im
Salzkammergut präsentiert, bevor er ab 30. September 2015 als
Highlight im neuen Goldkabinett des NHM Wien gezeigt wird. =
Wien (OTS) - Im Jahr 2011 kam auf dem Arikogel beim Hallstätter See
ein Golddepot aus der späten Bronzezeit zu Tage: etwas mehr als ein
halbes Kilo Gold in Form von Armreifen und Drahtspiralen, das in der
Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien (NHM
Wien) aufbewahrt wird.
Da die prähistorischen Schausäle im NHM Wien aktuell aufgrund einer
Generalsanierung geschlossen sind, ergab sich eine gute Möglichkeit,
den spektakulären Fund bis 13. September 2015 in seiner "Heimat" im
Salzkammergut zu präsentieren, bevor der Schatz ab 30. September 2015
als Highlight im neuen Goldkabinett des NHM Wien gezeigt wird.
Das Gold vom Hallstätter See
Der Schatzfund setzt sich aus 14 Schmuckstücken mit einem
Gesamtgewicht von 506 Gramm zusammen. Es handelt sich um zwei
zusammenhängende Paare reich verzierter Armspiralen und fünf Paare
einfacher Spiralringe aus Golddraht. Die Armspiralen messen rund 7 cm
im Durchmesser, die Enden sind in Schlingen ausgefertigt, mit feiner
Kerbverzierung und bestehen aus sechs bzw. sieben Windungen eines
Doppeldrahtes. Die kleineren Spiralen haben einen Durchmesser von 4,3
bis 5 cm; die Enden sind jeweils gedreht.
Da außer den Goldobjekten keine weiteren Funde von dieser Fundstelle
bekannt sind, können zur zeitlichen Einordnung nur andere ähnliche
Funde herangezogen werden. Schmuckstücke aus Golddraht sind allgemein
kennzeichnend für die späte Bronzezeit (Urnenfelderkultur) in
Mitteleuropa zwischen 1.200 bis 1.000 vor Christus. Möglicherweise
steht das Golddepot vom Arikogel in Zusammenhang mit dem
bedeutendsten urzeitlichen Salzbergbau Europas in Hallstatt.
Erste Untersuchungen zeigen, dass die Silbergehalte zwischen 16 und
22 Gewichtsprozent schwanken; Kupfer ist zwischen 0,9 und 2,7 Prozent
enthalten. Diese Werte sind für Seifengold typisch, das aus Flüssen
gewaschen wird. Genauere Analysen zur Bestimmung der Herkunftsregion
sind geplant.
Das neue Goldkabinett im Naturhistorischen Museum Wien
Der Goldfund vom Arikogel ist ab 30. September 2015 ein Highlight des
neuen Goldkabinetts, das im Zuge des Generalumbaus der
prähistorischen Schauräume derzeit neu eingerichtet wird. Weiters
sollen hier Goldobjekte aus über 6.000 Jahren gezeigt werden,
darunter die berühmten jungsteinzeitlichen Goldscheiben aus Stollhof
an der Hohen Wand aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Weitere Artefakte
aus den verschiedene Kulturepochen werden hier nach teilweise bis zu
100 Jahren im Tresor einen adäquaten Schauraum finden und den
Besucherinnen und Besuchern erstmals präsentiert.
Die letzte generelle Neugestaltung des Schaubereiches der
Prähistorischen Abteilung liegt mehr als 40 Jahre zurück. Umgebaut
werden die Säle 11 bis 13; dazu kommen zwei kleinere Schauräume für
die zum Großteil noch nie ausgestellten archäologischen Goldfunde und
die beiden ältesten Damen des NHM Wien: Venus von Willendorf und
"Fanny", die tanzende Figur aus Stratzing.
Neben der kompletten inhaltlichen Überarbeitung erfolgen auch
infrastrukturelle Umbauten bei Heizung, Licht und Sicherheitstechnik
sowie eine Bodenrenovierung.
Sonderausstellung: Goldschatz vom Arikogel
Mai - 13. September 2015, Welterbemuseum Hallstatt
Täglich 10 bis 18 Uhr
www.museum-hallstatt.at
Wiedereröffnung der Prähistorischen Schausäle des NHM Wien
Ab 30. September 2015
www.nhm-wien.ac.at
Pressematerial und Fotos zum Download finden Sie unter folgendem
Link: http://www.nhm-wien.ac.at/presse
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