Wirtschaftsbund: Weitere Reformschritte setzen

Österreich hat ein Ausgabenproblem - Steuerreform kann nur Teil eines umfassenden Reformpakets sein – Jetzt muss es zu einer raschen Senkung der Lohnnebenkosten kommen

Wien (OTS) - "Der Finanzminister hat es angesprochen: Österreich hat ein Ausgabenproblem. Diese Tatsache kann und darf nicht ignoriert werden. Wir müssen jetzt die richtigen Schritte setzen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Nach der Steuerreform müssen nun weitere Maßnahmen folgen. Finanzminister und Vizekanzler sind hier auf dem richtigen Weg", so Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner anlässlich des heutigen Interviews von Finanzminister Schelling in der ORF-Pressestunde.

In intensiven Verhandlungen im Zuge der Steuerreform konnte erreicht werden, dass Betriebsübergaben auch weiterhin leistbar bleiben. "In den nächsten zehn Jahren stehen rund 58.000 Unternehmen vor der Übergabe. Zwei Drittel davon sind Familienbetriebe. Diese Übergaben müssen gesichert bleiben. Dafür haben wir uns eingesetzt", so Haubner der betont: "Auch die Unternehmer werden von der Einkommenssteuerentlastung und wesentlich mehr von der dadurch steigenden Kaufkraft profitieren".

Zudem konnten wichtige Entlastungen für Selbstständige erzielt werden. So wird es zukünftige keine tägliche Geringfügikeitsgrenze mehr geben und auch eine Senkung der Mindestbeiträge für Selbstständige in der Krankenversicherung konnte erreicht werden. "Allein die Senkung der Mindestbeiträge führt zu eine jährlichen Gesamtentlastung von 40 Millionen Euro", so Haubner. Weiters wurde eine Halbierung der Verzugszinsen bei verspäteten Beitragszahlungen erreicht. "Mit all diesen Maßnahmen wurden langjährige Forderungen des Wirtschaftsbundes nun umgesetzt", betont Haubner.

Wie vom Finanzminister angesprochen erwartet sich jetzt auch der Wirtschaftsbund ein umfassendes Reformpaket. "Es besteht dringender Handlungsbedarf im Pensions- und Arbeitsmarktbereich aber auch beim Förderwesen. Hier brauchen wir mehr Transparenz und klare Strukturen", betont Haubner. Weiters müsse es jetzt zu einer Entlastung der Wirtschaft kommen. "Wir erwarten uns eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten für die Betriebe, sowie eine weitere Forcierung des Bürokratieabbaus", so Haubner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Wirtschaftsbund
Anja Mayer
Pressesprecherin
+43 (0)1 5054796-13,Mobil: +43 (0)664 88424203
a.mayer@wirtschaftsbund.at
http://www.wirtschaftsbund.at www.facebook.com/WirtschaftsbundOesterreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB0001