- 21.06.2015, 11:32:32
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Windbüchler-Souschill: Flüchtlinge sind Chance für Wiener Neustadt
Begegnungszonen statt Schüren von Ängesten muss Devise sein.
Utl.: Begegnungszonen statt Schüren von Ängesten muss Devise sein. =
Wien (OTS) - Letzten Donnerstag wurde bekannt geben, dass die Arena
Nova in Wiener Neustadt das Erstaufnahmezentrum des Bundes in
Traiskirchen entlasten soll und Flüchtlinge, die sich weiterhin in
dieser Erstversorgung des Bundes befinden, unterbringen wird.
"Traiskirchen platzt aus allen Nähten, die Versorgung ist vor Ort
nicht mehr sichergestellt und nun ist die Arena Nova temporär
eingesprungen. 250 Feldbetten wurden aufgestellt und die Halle wurde
zu einem Schlaflager umfunktioniert. Die Situation ist eine
beklagenswerte für jeden Flüchtling", fasst die Grüne
Nationalratsabgeordnete und Gemeinderätin in Wiener Neustadt, Tanja
Windbüchler-Souschill, die ersten Eindrücke zusammen.
Aus Sicht der Grünen Mandatarin ist die Unterbringung in der Halle
kein Idealzustand und die Kritik an Innenministerin Mikl-Leitner
bleibt weiterhin in allen Punkten ihres Versagens aufrecht. Aber die
Flüchtlinge deshalb ihrem Schicksal zu überlassen, geht für die
Abgeordnete ebenso wenig: "Keiner der Flüchtlinge kann etwas für
dieses innenpolitische Hick-Hack. Deshalb habe ich gerne dem Roten
Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr geholfen letzten Donnerstag 250
Feldbetten aufzustellen. Ebenso versuche ich mit vielen engagierten
Bürgerinnen und Bürgern Freizeitgestaltung für die untergebrachten
Flüchtlinge zu organisieren, den Menschen eine Vernetzungsebene zu
geben, Begegnungen zu ermöglichen. Das ist Verantwortung, die ich
hier gerne übernehme, nicht nur als Wiener Neustädterin sondern auch
als gewählte Politikerin."
Die Stimmung in der 43.000 EinwohnerInnen-Stadt war von Anfang an
gespalten, es ist aus Grüner Sicht also enorm wichtig hier
konstruktiv entgegen zu steuern und Mythen zu beseitigen. "Die
gespaltene Stimmung in und um Wiener Neustadt wegen der Unterbringung
der Flüchtlinge am Stadtrand besorgt mich sehr. Ich verstehe als
gelernte Sozialarbeiterin nur zu gut die Sorgen und Existenzängste
vieler Wiener NeustädterInnen, aber auch hier können Flüchtlinge
nichts für fehlende Sozial- und Arbeitsmarktpolitik der
Vergangeneheit. Und genau das muss aufgezeigt werden", ist die
niederösterreichische Abgeordnete überzeugt davon, dass Begegnungen,
Gespräche und gemeinsame solidarische Aktionen für Wiener Neustadt
auch eine große Chance darstellen.
"Die Flüchtlinge sind weltoffen, oftmals sehr gebildet und sprechen
verschiedene Sprachen. Ballsportarten, Brettspiele, Bücher, einfach
Freizeitgestaltung, ist das, was vor Ort nun anzubieten wichtig
scheint. Hier ist Begegnung und Austausch möglich", sagt die
Neustädter Grüne und ruft auf, mitzumachen.
Die Grünen in Wiener Neustadt sammeln Sachspenden in ihrem Büro in
der Innenstadt. "Es werden jegliche Sport- und Freizeitutensilien
gesammelt, damit die Flüchtlinge lesen, malen oder Sport betreiben
können. Neben Sachspenden sind aber auch Zeitspenden wichtig. Jede
Person, die gerne einmal zur Arena Nova möchte, kann sich gerne bei
uns melden. Wir versuchen die Hürden abzubauen und mit den
Interessierten auch den Erstkontakt aufzubauen", so
Windbüchler-Souschill.
"Es macht in der weltpolitischen Lage keinen Sinn, hier die Grenzen
dicht zu machen und Ängste zu schüren, wie es die FPÖ Tag für Tag
macht. Österreich wird weiterhin Flüchtlinge aufnehmen. Die
Bevölkerung muss sich überlegen, wie gemeinsam die Situation zu
meistern ist. Es liegt an der aufgeklärten Zivilbevölkerung, den
Vereinen und konstruktiven Kräften gegen Hetze zu steuern, aber auch
Ängste ernst zu nehmen und diese nicht den Rechtspopulisten zu
überlassen", so Tanja Windbüchler-Souschill und wiederholt das
Angebot den Austausch und die Begegnungen mit Flüchtlingen zu
forcieren.
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