• 20.06.2015, 09:16:26
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Prölls Heimatbezirk bei Flüchtlingsunterbringung säumig

St. Pölten (OTS) - Viele Bezirke in Österreich sind bei der
Flüchtlingsunterbringung säumig. Auch der Bezirk Hollabrunn ist
darunter, immerhin Heimatbezirk des NÖ Landeshauptmannes Dr. Pröll.

In der dargestellten Grafik in der ZIB1 vom 19.06. hat der ORF es
tunlichst vermieden, die Konturen der roten Fläche im Norden
Österreichs als jenen Bezirk auszuweisen, der er eben ist,
Hollabrunn.

NÖ-Landtagsabgeordneter Walter Naderer hat dafür einige Gründe zur
Erklärung:"Zum einen ist es die ständige Präsenz von LH Pröll, die
Entscheidungsprozesse der Verantwortlichen beeinflusst, zum anderen
natürlich auch Angst im Bezirk selbst vor Fremdenfeindlichkeit im
Verborgenen. Das hat durchaus triftige Gründe:

Vor etwas mehr als 3 Jahren gab es im Bezirk Hollabrunn Pläne für
die Unterbringung geistig Abnormer Rechtsbrecher, diese lösten rund
um Maissau und im Raum Retz massiven Protest und auch Hetze aus",
erklärt der Mandatar.

"Da der Landeshauptmann die Begehrlichkeiten des Trägervereins der
Betreuungseinrichtungen dann stets abrupt abwürgte, ist eine Stimmung
entstanden, die ähnliche Unterbringungsprobleme, und dazu gehören nun
einmal die Flüchtlinge, erst gar nicht mehr aufkommen lässt."

Der parteilose Mandatar führt dann weiter aus, dass sich durch solch
wiederkehrenden Abläufe ein Verhaltensmuster betätigt, das er nicht
nur den Kommunalverantwortlichen im Bezirk gerne unterstelle,
sondern auch vielen Medienverantwortlichen im ORF:
"Es herrscht gegenüber LH Pröll kein voraus eilender Gehorsam mehr,
sondern eben schon lange die voraus eilende Unterwürfigkeit, wie es
sich gegenüber DEM österreichischen Landesfürsten geziemt. Ich glaube
aber nicht, dass er das auch so will! Pröll ist zwar der mächtigste
Politiker im Land mit dem breitesten Netzwerk an potentiellen
Inserenten in allen Medien, aber auch geprägter Humanist, der gerade
in solchen Fragen klare Worte findet und auch an humanitären Lösungen
interessiert ist. Im Bezirk Hollabrunn gibt es sicher nicht mehr
Fremdenfeindlichkeit als anderswo, aber es dreht sich dort eine
Schweigespirale, aus der niemand ausbrechen will, aus Angst vor
Konsequenzen und sei es nur örtliche Medienhetze." beschreibt Naderer
die Situation, um konkrete Szenarien anzuregen.

"Alleine in Hollabrunn selbst könnten wir 40 - 60 unbegleitete
Jugendliche unterbringen, wenn ich nur an das Sportinternat und
andere Schulheime denke. Auch glaube ich, dass es in der Hollabrunner
Zivilgesellschaft ausreichend humanitäres und ehrenamtliches
Potential gibt, um eine ergänzende Betreuung zu den professionellen
Kräften, die dort ohnehin im Bundesdienst vorhanden sind, zu
organisieren. Selber bin ich als Nachwuchs-Sportbetreuer gerne bereit
dazu, mitzuhelfen und ich kenne einige, die sich da anschließen
würden. Die Hollabrunner Verantwortlichen kennen mich, sie können
mich jederzeit anrufen und wir erstellen gemeinsam einen Plan!"

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