- 19.06.2015, 13:37:27
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Österreich zum Gründerland Nr. 1 in Europa machen
50.000 Neugründungen und 100.000 Arbeitsplätze erwartet Staatsekretär Mahrer bis 2020 von der heute in Kärnten vorgestellten Gründerlandstrategie.
Utl.: 50.000 Neugründungen und 100.000 Arbeitsplätze erwartet
Staatsekretär Mahrer bis 2020 von der heute in Kärnten
vorgestellten Gründerlandstrategie. =
Klagenfurt (OTS) - Mit 40 konkreten Maßnahmen in fünf
Handlungsfeldern will Harald Mahrer, Staatssekretär im
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft,
gemeinsam mit allen neun Bundesländern eine neue Gründerzeit
anbrechen lassen. "Wir wollen Österreich zurück an die Spitze
bringen. Deswegen haben wir gemeinsam mit allen Bundesländern und der
gesamten Gründerszene eine Strategie erarbeitet, wie wir Österreich
zum Gründerland Nr. 1 in Europa machen. Bis 2020 wollen wir 50.000
Neugründungen und 100.000 Arbeitsplätze in Österreich schaffen", so
Mahrer heute Mittag bei der Präsentation seiner Initiative in
Klagenfurt.
Sechs von zehn Euro verdiene Österreich im Export, wobei die
Innovationskraft entscheidend sei, unterstrich Mahrer: "Sie kommt
vorwiegend aus neuen Betrieben, von Unternehmensgründern und
Ausgründungen der Universitäten. Dabei hat auch Kärnten beste
Ausgangsvoraussetzungen." Für Kärnten bedeute das 7.000 zusätzliche
Arbeitsplätze durch 3.500 Neugründungen in den nächsten fünf Jahren.
"Start-ups sind die Problemlöser der Zukunft und für unsere
Wirtschaft das Um und Auf. Der Bund unterstützt sie daher mit rund
270 Mio. Euro pro Jahr, davon entfallen auf die Kärntner Start-ups
rund 20 Mio. Euro", so Mahrer. Österreichweit fördert der Bund die
Unternehmen mit mehr als 1,35 Milliarden Euro. Kärnten erhält in
Summe rund 90 Millionen Euro durch aws und FFG.
Das Maßnahmenbündel reicht von neuen Instrumenten zur Steigerung der
Innovationsaktivitäten bzw. des Wissenstransfers an den Universitäten
und Forschungseinrichtungen durch Spin-offs, über neue Tools zur
Verbesserung der Finanzierung wie zum Beispiel ein
Börse-Wachstumsprojekt, bis hin zur dichteren nationalen und
internationalen Vernetzung der Gründer-, Start-up- und
Innovations-Landschaft bzw. hin zum Abbau bürokratischer Hürden im
Gründungsprozess.
Diese Gründerlandstrategie sei die perfekte Ergänzung der zahlreichen
Maßnahmen für Startups in Kärnten, erklärte Wirtschaftslandesrat
Christian Benger. In den vergangenen Monaten habe man bereits
wichtige Akzente gesetzt wie das trilaterale "Startup
Live"-Wochenende mit Gründern aus Kärnten, Slowenien und Italien oder
ersten Schritten zur Internationalisierung durch einen Besuch in
Berlin, dem mitteleuropäischen Zentrum der Startup-Szene. Weiters
erwähnte Benger die Kreativprämie des Wirtschaftsreferates gemeinsam
mit der Wirtschafts- und der Architektenkammer, die Gründern und
Jungunternehmern die Professionalisierung ihrer Produktidee bis hin
zu Marketing, Grafik etc. erleichtern soll.
Mit 2600 Neugründungen im Jahr 2014 und einem Plus von 2,5 Prozent
rangiert Kärnten am zweiten Platz in der Bundesländerstatistik - für
Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl eine Bestätigung für die
Dynamik des Wirtschaftsstandortes. Besonders strich Mandl die
Initiative Startup-Stayup und das Innolab in Kärnten heraus, das
mittels hochqualifizierter Berater Innovationen von der Idee bis zur
Produktreife begleitet. Mandl: "Mit unserem Gründerservice machen wir
Lust aufs Gründen und nehmen den Gründern bürokratische Hürden soweit
wie möglich ab, etwa mit der elektronischen Gewerbeanmeldung. Bund,
Land und Wirtschaftskammer sind im Startup-Bereich eine Einheit, um
einen wesentlichen Schritt nach vorn zu gehen."
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