- 18.06.2015, 13:25:38
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GPA-djp-Proyer zu WKO-Befragung: In wesentlichen Punkten gewerkschaftliche Positionen bestätigt
Fragestellungen von market nur bedingt mit jenen von IFES vergleichbar
Utl.: Fragestellungen von market nur bedingt mit jenen von IFES
vergleichbar =
Wien (OTS) - "Wenn bei der Fragestellung nach der Bereitschaft zur
Flexibilität von ArbeitnehmerInnen herauskommt, dass diese von 44
Prozent begrüßt wird, wenn damit mehr Freizeit bzw. längere
Wochenenden entstehen, bzw. von 45 Prozent befürwortet wird, wenn
damit mehr Einkommen erzielt werden kann, dann entspricht das auch
unseren Erfahrungen und Befragungsergebnissen", so der stv.
Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, zur heute von der WKO
präsentierten Befragung zum Thema Arbeitszeitverkürzung. ++++
"Auch der Befund, dass österreichische ArbeitnehmerInnen in hohem
Ausmaß flexibel arbeiten und die Beschäftigten im Großen und Ganzen
mit der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen zufrieden sind,
entspricht unseren Erfahrungen", so Proyer.
Leider wurde bei der wesentlichen Frage, nämlich jener nach einer
Arbeitszeitverkürzung, eine Frage gewählt, die weder der
gewerkschaftlichen Forderung entspricht und auch von IFES nicht
abgefragt wurde. "Wenn ich nach der Wirkung einer 30-Stunden-Woche
für das eigene Unternehmen frage, dann ist es wenig überraschend,
dass ein anderes Ergebnis herauskommt als bei der Frage nach einer
35-Stunden-Woche mit Lohnausgleich. Immerhin glauben auch bei market
50 Prozent der Befragten, dass bei einer Arbeitszeitverkürzung
zusätzliche ArbeitnehmerInnen eingestellt würden", erklärt Proyer.
"Dass erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit allgemein als nicht
leicht eingeschätzt wird, verwundert unter den derzeitigen
Rahmenbedingungen wenig. In diesem Zusammenhang sollten hochrangige
Vertreter der Wirtschaft auch überlegen, ob nicht ihr permanentes
Gerede vom abgesandelten Standort diesen negativen Befund mit
verursacht."
Zum Thema sechste Urlaubswoche merkt Proyer an: "Völlig ausgeblendet
wird von der Unternehmerseite hier die eklatante Benachteiligung von
Frauen bei der Urlaubsfrage. Es ist einfach in einer modernen
Arbeitswelt, wie die Arbeitgeber sie ständig propagieren, nicht
adäquat, unselbständig erwerbstätige Frauen gegenüber Männern und
öffentlich Bediensteten dauerhaft zu benachteiligen, hier ist die
Arbeitgeberhaltung schon wirklich ärgerlich", so Proyer abschließend.
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