- 17.06.2015, 12:39:07
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Arbeitstreffen von MEP Köstinger und BIO AUSTRIA Obfrau Grabmann
Austausch zu aktuellen agrarpolitischen Fragestellungen in Brüssel

Utl.: Austausch zu aktuellen agrarpolitischen Fragestellungen in
Brüssel =
Wien/Brüssel (OTS) - Gertraud Grabmann, seit Ende Mai neue Obfrau von
BIO AUSTRIA, ist heute, Mittwoch, zu einem Arbeitstreffen mit der
Abgeordneten zum Europäischen Parlament Elisabeth Köstinger in
Brüssel zusammengetroffen, um sich über aktuelle Fragen der
europäischen Agrarpolitik auszutauschen. Bestimmendes Thema war die
aktuelle Debatte über die Revision der EU-Bio-Verordnung. Dabei
bekräftigten Grabmann und Köstinger einmal mehr, dass die
EU-Bio-Verordnung die Biobäuerinnen und Biobauern unterstützen und
nicht bremsen dürfe. Der Vorschlag der EU-Kommission würde dies nicht
gewährleisten. "Vor allem den Vorschlag, Biobäuerinnen und Biobauern
zur Verantwortung zu ziehen, wenn ihre Ernte durch Nachbarfelder
verunreinigt wird, lehnen wir als völlig verfehlt und kontraproduktiv
ab", so Grabmann. "Die Verordnung muss auch weiterhin auf regionale
Gegebenheiten eingehen, wie etwa die Bio-Landwirtschaft in
Berggebieten", betonte Köstinger.
Für Köstinger steht insbesondere die Ankurbelung des Bio-Sektors im
Vordergrund. "Wir wollen mehr Bio-Produkte in unseren Regalen", so
Köstinger. Die Steigerung der Produktion soll vor allem durch Anreize
und stabile Rahmenbedingungen erreicht werden. "Bio-Produktion darf
nicht zum reinen Kontrolldiktat verkommen, sondern muss einem
praktikablen Ansatz folgen" so die Europaabgeordnete.
Weitere wichtige Anliegen der obersten Biobäuerin Österreichs sind
es, die österreichische Kleinbetriebsregelung für die Rinderhaltung
abzusichern und die verpflichtende jährliche Kontrolle zu erhalten.
Diese seien eine wesentliche Bestätigung der Biobetriebe und eine
zentrale Säule zur Absicherung des Konsumentenvertrauens in
Bio-Produkte. Österreich als Bio-Land Nummer eins in Europa würde
durch eine schlechte EU-Bio-Verordnung massiv Schaden nehmen,
gleichzeitig könne Österreich auch viel Erfahrung in die europäische
Debatte einbringen.
"Der EU-Ministerrat hat gestern mit seinem Beschluss einer generellen
Ausrichtung einen wichtigen Schritt vorwärts gesetzt. Nun kommt dem
Europaparlament die zentrale Rolle zu, um weitere Verbesserungen
durchzusetzen, damit aus dem verunglückten Entwurf noch eine solide
Grundlage für die Weiterentwicklung der Bio-Landwirtschaft in der EU
wird", so die BIO AUSTRIA Obfrau abschließend.
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