SWV-Arige/Prager: "Festplattenabgabe ist heute schon die Lösung von gestern"

Festplattenabgabe kommt den Falschen zu Gute und wird von den Falschen bezahlt

Wien (OTS) - Marcus Arige, Sprecher für Kreativwirtschaft und Vizepräsident des SWV Wien, ist überzeugt: "Die Festplattenabgabe ist ein ineffektives und unzeitgemäßes Mittel um die faire Entlohnung von Kunstschaffenden zu sichern". Die höchst intransparent agierenden Verwertungsgesellschaften seien die eigentlichen Profiteure dieser Regelung. Gleichzeitig würden Konsumentinnen und Konsumenten unnötig belastet und unter Generalverdacht der Urheberrechtsverletzung gestellt werden.

Martin Prager, IT-Sprecher des SWV-Wien kritisiert, dass die Einführung der Abgabe auf Festplatten, Handys und andere Speichermedien einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für den österreichischen IT-Bereich nach sich ziehen würde. "Dieses Problem trifft vor allem die Eine -Person- und Kleinunternehmer. Konsumentenbefragungen ergaben, dass über zwei Drittel der Kunden im internationalen Onlinehandel bestellen würden, sollten sich Geräte in Österreich verteuern. Ein österreichischer Alleingang führt zum Ausweichen aller Einkäufe in andere EU-Staaten und bringt unsere IT-Wirtschaft in Bedrängnis".

Marcus Arige fordert einen Paradigmenwechsel im Umgang mit geistigem Eigentum im Allgemeinen. "Letztlich müssen Künstlerinnen und Künstler von ihrer Arbeit leben können. Dafür muss sich das Urheberrecht an die neuen technologischen Rahmenbedingungen anpassen. Die Festplattenabgabe ist dafür aber nicht geeignet - sie benachteiligt die Mehrheit der Kleinen und begünstigt die wenigen Großen" so Arige abschließend.
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