• 16.06.2015, 12:07:02
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SWV-Arige/Prager: "Festplattenabgabe ist heute schon die Lösung von gestern"

Festplattenabgabe kommt den Falschen zu Gute und wird von den Falschen bezahlt

Utl.: Festplattenabgabe kommt den Falschen zu Gute und wird von den
Falschen bezahlt =

Wien (OTS) - Marcus Arige, Sprecher für Kreativwirtschaft und
Vizepräsident des SWV Wien, ist überzeugt: "Die Festplattenabgabe ist
ein ineffektives und unzeitgemäßes Mittel um die faire Entlohnung von
Kunstschaffenden zu sichern". Die höchst intransparent agierenden
Verwertungsgesellschaften seien die eigentlichen Profiteure dieser
Regelung. Gleichzeitig würden Konsumentinnen und Konsumenten unnötig
belastet und unter Generalverdacht der Urheberrechtsverletzung
gestellt werden.

Martin Prager, IT-Sprecher des SWV-Wien kritisiert, dass die
Einführung der Abgabe auf Festplatten, Handys und andere
Speichermedien einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für den
österreichischen IT-Bereich nach sich ziehen würde. "Dieses Problem
trifft vor allem die Eine -Person- und Kleinunternehmer.
Konsumentenbefragungen ergaben, dass über zwei Drittel der Kunden im
internationalen Onlinehandel bestellen würden, sollten sich Geräte in
Österreich verteuern. Ein österreichischer Alleingang führt zum
Ausweichen aller Einkäufe in andere EU-Staaten und bringt unsere
IT-Wirtschaft in Bedrängnis".

Marcus Arige fordert einen Paradigmenwechsel im Umgang mit geistigem
Eigentum im Allgemeinen. "Letztlich müssen Künstlerinnen und Künstler
von ihrer Arbeit leben können. Dafür muss sich das Urheberrecht an
die neuen technologischen Rahmenbedingungen anpassen. Die
Festplattenabgabe ist dafür aber nicht geeignet - sie benachteiligt
die Mehrheit der Kleinen und begünstigt die wenigen Großen" so Arige
abschließend.
(Schluss)

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