- 16.06.2015, 09:00:01
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Bilanz der VKI-Aktion Energiekosten-Stop 2015: 17.600 Wechselaufträge
Niederösterreich führt klar vor Wien, Oberösterreich und Steiermark
Utl.: Niederösterreich führt klar vor Wien, Oberösterreich und
Steiermark =
Wien (OTS/VKI) - Nach dem großen Echo auf die erste Aktion
Energiekosten-Stop im Jahr 2014 rief der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) Anfang dieses Jahres erneut eine
Wechselaktion für Strom und Gas ins Leben. 48.410 Privathaushalte
meldeten sich zunächst unverbindlich an, um von günstigeren
Energietarifen zu profitieren. Letztlich wurden 17.600
Anbieterwechsel, davon 12.000 für Ökostrom und 5.600 für Gas in
Auftrag gegeben. "Wir wollten dieses Mal gezielt jene Gruppe
ansprechen, die bis dato noch nie ihren Anbieter gewechselt hat. Denn
hier besteht in der Regel das größte Einsparpotenzial", erläutert
VKI-Geschäftsführer Franz Floss. "Mehr als die Hälfte der
Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für die Gemeinschaftstarife
entschieden haben, sind nun auch tatsächlich Erstwechsler." Darunter
auch solche, die im Rahmen der ersten Aktion noch nicht gewechselt
hatten. Floss: "Wir gehen davon aus, dass nicht nur die
außergewöhnlich niedrigen Tarife der diesjährigen Aktion überzeugt
haben, sondern auch, dass wir vorzeigen konnten, wie unproblematisch
ein Anbieterwechsel ablaufen kann."
Wechselzahlen nach Bundesländern
Die Angebote der Bestbieter oekostrom GmbH, MONTANA Energie-Handel
AT GmbH (Gas Ost) und Gutmann Gesellschaft m.b.H. (Gas West) konnten
wahlweise einzeln oder kombiniert in Anspruch genommen werden. Die
größte Wechselbereitschaft gab es in Niederösterreich (26,7 Prozent),
gefolgt von Wien (24,1 Prozent), Oberösterreich (20,5 Prozent) und
der Steiermark (14,5 Prozent). Unter der Zehn-Prozent-Schwelle liegen
die Wechselzahlen für Kärnten (6,0 Prozent), Tirol (3,6 Prozent) und
Burgenland (2,8 Prozent). Der geringste Anteil entfiel mit 1,5
Prozent auf Salzburg und mit unter ein Prozent auf Vorarlberg. In
diesen Bundesländern gibt es bekanntermaßen ein tendenziell
geringeres Einsparungspotenzial als in den östlichen Bundesländern.
Gesamtersparnis in Höhe von 2,8 Mio.
"Zählt man die Beträge zusammen, die sich die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer der Aktion durch den Umstieg auf die neuen
Gemeinschaftstarife in ihrer nächsten Jahresabrechnung sparen werden,
ergibt das eine Summe von rund 2,8 Millionen Euro", resümiert
VKI-Geschäftsführer Josef Kubitschek. "Das deutet an, welch großer
Spielraum für Konsumentinnen und Konsumenten noch gegeben ist, sofern
sie die Wahlmöglichkeit des Energieanbieterwechsels für sich in
Anspruch nehmen."
Auch wenn Kubitschek mit den Wechselzahlen der diesjährigen
Aktionen - nicht zuletzt im Vergleich zu Aktionen in anderen Ländern
- zufrieden ist und die Aktion als weitere Belebung des Wettbewerbes
verstanden sieht: "Bei den Wechselzahlen wird es in Österreich mit
Sicherheit noch für längere Zeit Luft nach oben geben. Wir werden die
weitere Entwicklung auf dem Energiesektor genau im Auge behalten,
selbst, wenn wir uns noch offenhalten, eine weitere Aktion
durchzuführen."
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