• 16.06.2015, 08:00:01
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Pfotenhilfe informiert: Sonnwendfeuer bedeuten Gefahr und Stress für Tiere

Vor allem für Wildtiere wie Vögel, Igel, Mäuse und Kaninchen können Brauchtumsfeuer tödlich enden

Utl.: Vor allem für Wildtiere wie Vögel, Igel, Mäuse und Kaninchen
können Brauchtumsfeuer tödlich enden =

Wien/Lochen am See (OTS) - Der 21.Juni gilt als längster Tag im Jahr
und wird in Österreich traditionell mit zahlreichen Sonnwendfeuern
(Johannisfeuer), vielerorts auch mit Feuerwerk gefeiert. Die
wenigsten sind sich jedoch darüber bewusst, dass der Holzhaufen für
Kleintiere eine ideale Nist- und Versteckmöglichkeit darstellt und
somit für zahlreiche Tiere ungewollt zum tödlichen Scheiterhaufen
wird. Aus diesem Grund bittet die Pfotenhilfe um besondere Vorsicht
und hat einige Punkte zusammengefasst, um das Sonnwendfeuer für
Mensch und Tier sicher über die Bühne zu bringen.

In ganz Österreich gilt das Sonnwendfeuer als beliebter Brauch.
Speziell im Alpenraum zählt es seit Jahrhunderten zum fixen
Bestandteil der zahlreichen Brauchtumsfeierlichkeiten. "Um bei dieser
schönen Tradition sicherzugehen, dass keine Klein- und Jungtiere
qualvoll im Feuer ersticken und verbrennen müssen, sollte der
vorbereitete Holzhaufen vor dem Anzünden unbedingt noch einmal
komplett umgeschichtet werden", erklärt Sascha Sautner, Sprecher der
Pfotenhilfe. Kann oder möchte man das Holz nicht wieder umschichten,
sollte der Haufen auf alle Fälle noch ordentlich gerüttelt werden,
damit eventuell versteckte Tiere den Holzhaufen verlassen. Auch
ausreichend Löschwasser sollte immer bereit stehen. Tierfreunden
empfiehlt die Pfotenhilfe, auf ein eigenes Feuer zu verzichten und
stattdessen einer Veranstaltung der Gemeinde beizuwohnen. "Das ist
nicht nur für das Wohl der Tiere von Vorteil, sondern auch für uns
Menschen. Speziell wenn man an die ansteigende Feinstaubbelastung
denkt, die von Jahr zu Jahr besorgniserregender wird", so Sautner. In
einigen Gebieten Österreichs wird die Sonnwende auch mit prächtigen
Feuerwerken zelebriert. "Auch für Heim- und Haustiere stellen
Feuerwerke meist eine große Aufregung dar. Darum schaffen Sie für
Ihre Tiere am besten einen Rückzugsort, damit diese die Nacht
möglichst stressfrei überstehen." fügt der Tierschützer hinzu.

Da im Alpenraum die Dichte der Sonnwendfeuer extrem hoch ist,
verenden hier alljährlich nicht nur zahlreiche Tiere, sondern es
hängt über vielen Tälern am Tag der Sonnenwende auch eine dichte
Smogwolke. In vielen Gegenden Österreichs sind Brauchtumsfeuer aus
diesem Grund seit 2007 genehmigungspflichtig, in Graz und Umgebung
seit 2011 sogar ausnahmslos verboten, was die Tierschützer der
Pfotenhilfe befürworten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PFH

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