Pfotenhilfe informiert: Sonnwendfeuer bedeuten Gefahr und Stress für Tiere

Vor allem für Wildtiere wie Vögel, Igel, Mäuse und Kaninchen können Brauchtumsfeuer tödlich enden

Wien/Lochen am See (OTS) - Der 21.Juni gilt als längster Tag im Jahr und wird in Österreich traditionell mit zahlreichen Sonnwendfeuern (Johannisfeuer), vielerorts auch mit Feuerwerk gefeiert. Die wenigsten sind sich jedoch darüber bewusst, dass der Holzhaufen für Kleintiere eine ideale Nist- und Versteckmöglichkeit darstellt und somit für zahlreiche Tiere ungewollt zum tödlichen Scheiterhaufen wird. Aus diesem Grund bittet die Pfotenhilfe um besondere Vorsicht und hat einige Punkte zusammengefasst, um das Sonnwendfeuer für Mensch und Tier sicher über die Bühne zu bringen.

In ganz Österreich gilt das Sonnwendfeuer als beliebter Brauch. Speziell im Alpenraum zählt es seit Jahrhunderten zum fixen Bestandteil der zahlreichen Brauchtumsfeierlichkeiten. "Um bei dieser schönen Tradition sicherzugehen, dass keine Klein- und Jungtiere qualvoll im Feuer ersticken und verbrennen müssen, sollte der vorbereitete Holzhaufen vor dem Anzünden unbedingt noch einmal komplett umgeschichtet werden", erklärt Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. Kann oder möchte man das Holz nicht wieder umschichten, sollte der Haufen auf alle Fälle noch ordentlich gerüttelt werden, damit eventuell versteckte Tiere den Holzhaufen verlassen. Auch ausreichend Löschwasser sollte immer bereit stehen. Tierfreunden empfiehlt die Pfotenhilfe, auf ein eigenes Feuer zu verzichten und stattdessen einer Veranstaltung der Gemeinde beizuwohnen. "Das ist nicht nur für das Wohl der Tiere von Vorteil, sondern auch für uns Menschen. Speziell wenn man an die ansteigende Feinstaubbelastung denkt, die von Jahr zu Jahr besorgniserregender wird", so Sautner. In einigen Gebieten Österreichs wird die Sonnwende auch mit prächtigen Feuerwerken zelebriert. "Auch für Heim- und Haustiere stellen Feuerwerke meist eine große Aufregung dar. Darum schaffen Sie für Ihre Tiere am besten einen Rückzugsort, damit diese die Nacht möglichst stressfrei überstehen." fügt der Tierschützer hinzu.

Da im Alpenraum die Dichte der Sonnwendfeuer extrem hoch ist, verenden hier alljährlich nicht nur zahlreiche Tiere, sondern es hängt über vielen Tälern am Tag der Sonnenwende auch eine dichte Smogwolke. In vielen Gegenden Österreichs sind Brauchtumsfeuer aus diesem Grund seit 2007 genehmigungspflichtig, in Graz und Umgebung seit 2011 sogar ausnahmslos verboten, was die Tierschützer der Pfotenhilfe befürworten.

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