- 12.06.2015, 11:45:17
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EVENTcon 2015: Die Dimension von Ereignissen
Nachbericht zur Eventmanagement-Fachtagung an der FH St. Pölten

Utl.: Nachbericht zur Eventmanagement-Fachtagung an der FH St.
Pölten =
St. Pölten (OTS/FHSTP) - Der Studiengang Media- und
Kommunikationsberatung der FH St. Pölten mit seinem Schwerpunkt im
Bereich Eventmanagement lud diese Woche zur 4. EVENTcon ein. Am
Programm standen neben Workshops und Fachvorträgen ein
Event-Design-Slam.
Event und Emotion
Events seien vergleichbar mit Korallenfischen: Jeder ist bunt und
will auffallen. Doch wenn alle grell sind, wird es schwierig,
einzelne noch wahrzunehmen. EventveranstalterInnen ließen sich daher
in den letzten Jahren immer wieder neue Formate einfallen, um wieder
aus der Masse hervorzustechen, erklärte Thomas Duschlbauer, Dozent im
Bereich Medien und Wirtschaft und Organisator der EVENTcon in seiner
Eröffnungsrede zur Veranstaltung.
Postmodernes Marketing orientiert sich am Erlebnis und inszeniert
daher zunehmend emotionalisierende Ereignisse, an denen die
KonsumentenInnen auch aktiv teilnehmen können. Solche Ereignisse sind
temporärer Natur oder finden auch dauerhaft etwa in
Markenarchitekturen statt. Schwerpunkt der diesjährigen EVENTcon
waren die Dimensionen von Ereignissen.
"Was ist in unserer Gesellschaft der Superlative überhaupt noch ein
Ereignis, bzw. wie gelingt es, mit gängigen Erwartungen zu brechen?
Und wie gehen EventmanagerInnen damit um, dass KonsumentInnen mit den
sozialen Medien quasi als KomplizInnen künftig immer mehr zu
ProsumerInnen innerhalb der Ereignisindustrie werden?", so
Duschlbauer. Eine Antwort auf die Frage gab Andreas Horbelt, freier
Kreativdirektor aus Köln. Ein Ereignis sei immer ein abgeschlossenes
Live-Erlebnis, das für einzelne Personen individuelle Bedeutung hat
und an das sie sich erinnern können. Zudem betonte Horbelt, dass die
Eventbranche nicht nach Nachwuchs, sondern nach Wildwuchs suchen
würde.
Weitere Vortragende auf der Fachtagung waren der Medienkünstler
Gerhard Harringer von den Fabrikanten aus Linz, Hans Geißlinger von
den Berliner Storydealern sowie Arthur Hagg von der Steel Division
der voestalpine.
Event-Design-Slam
Im Anschluss an Vorträge wurde in Workshops an der Entwicklung
unvergesslicher Ereignisse gearbeitet. Die TeilnehmerInnen der
Konferenz erhielten dabei Einblicke, wie Interventionen im
öffentlichen Raum inszeniert werden.
Bei einem Event-Design-Slam wurden mit Hilfe von
Design-Thinking-Methoden ein KundInnen-, LieferantInnen und
ServicepartnerInnen-Event für die Steel Division der voestalpine
erarbeitet. Studierende der FH St. Pölten hatten sich im Vorfeld mit
der Unternehmenskultur, den Werten und gegenwärtigen Schwerpunkten
des Konzerns befasst und entwickelten nun ausgehend von einem
Briefing kreative Leitideen für das Event, das im Oktober 2016
stattfinden soll.
Die besten Ideen wurden zum Abschluss der Veranstaltung bei einem
Pitch mit Juryentscheidung ermittelt. Gewonnen hat ein Team von
Studierenden, das den Event entlang einer Zeitachse zwischen
Vergangenheit und Zukunft des Konzerns ausrichten würde.
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